400 Teilnehmer bei den „Special Olympics“

„Wir alle werden Sieger sein“

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auf auf die Matten: Beim Judo ging es ordentlich zur Sache, doch Fairness blieb oberstes Gebot.

Bremen - Von Steffen Koller. Gewinnen ist zweitrangig, dabei sein ist alles: Bei der dritten Auflage der „Special Olympics“, den Landesspielen für Menschen mit geistiger Behinderung, gingen gestern in Arsten unter dem Motto „Gemeinsam stark“ 400 Sportler vornehmlich aus Bremen und Umgebung an den Start. Nach kräfteraubenden Herausforderungen stand fest: „Nicht alle können Erster sein. Manche werden traurig sein. Nicht alle können vorne sein. Doch wir alle werden Sieger sein.“

Diese Zeilen stammen aus der offiziellen Hymne der „Special Olympics“ und sollen den Geist der Veranstaltung wiedergeben. „Es geht nicht ums Gewinnen, es geht darum, gemeinsam etwas zu erreichen, Spaß zu haben und einen Ort der Begegnung zu schaffen“, sagte Projektleiter Klaus Peter, der hinzufügte: „Auch wenn Du ein Rennen als Letzter durchquerst, Du hast es probiert. Und das ist es, was zählt. Jeder wird bejubelt.“

Begonnen hatte alles bereits am Mittwochabend bei der offiziellen Eröffnungsfeier mit fast 1000 Gästen. Und wie sich das für eine olympische Veranstaltung gehört, trugen die Sportler das olympische Feuer bis ins Stadion des Tus Arsten. „Die Stimmung war unheimlich toll“, verriet Peter, der sich über die „riesige Zustimmung aus dem Stadtteil“ gefreut habe. Neben Tischtennis, Fußball und Boccia maßen sich die Teilnehmer auch im Judo, Radfahren und in der Leichtathletik.

Allem Ehrgeiz zum Trotz standen Spaß und Hilfsbereitschaft im Vordergrund. Besonders gut war dies beim Judo zu sehen, wo es trotz hohen Adrenalinpegels immer besonders fair zuging. Da wurde schon mal nach einem Wurf auf die Matte gesagt: „Sorry. Alles okay?“ Auch die Kampfrichter drückten ein Auge zu und gaben den Sportlern hilfreiche Tipps. Wo sich in vielen Sportarten nur der durchsetzt, der sich Platz eins sichert, wurde gestern deutlich, dass wirklich jeder bejubelt wird. Ob Fünfter oder Erster – Respekt hatten sich alle verdient.

Mehr als 250 Betreuer, Sanitäter und Trainer unterstützen die Jugendlichen, die sich am Abend bei der „Athletenfete“ noch mal richtig feiern ließen. Bis heute, 15 Uhr, gehen die Spiele, die als einzige Veranstaltung in dieser Kategorie offiziell vom Olympischen Sportkomitee (IOC) anerkannt werden.

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