Musik und Kultur in der Neustadt

„Summer Sounds“: Technobässe, Jazz und Lichterketten

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Der Bär von der Tanzschule „Bounce Boogie“ animierte Klein und Groß, ein bisschen Bewegung in die Sache zu bringen. Kalt war danach niemandem mehr.

Bremen - Von Steffen Koller. Dicke Pfützen überall, der Regenschirm ein ständiger Begleiter: – trotz herbstlicher Temperaturen und anfänglichem Dauerregen strömten am Sonnabend mehrere tausend Besucher zur zwölften Auflage des Musik- und Kulturfestivals „Summer Sounds“ in die Neustadt.

So unbeständig sich das aktuelle Wetter zeigt, so bunt und international präsentierten sich mehr als ein Dutzend Musiker, Künstler und kulinarische Genüsse dem Publikum. Und als gar nichts mehr half, musste halt Ironie herhalten. „Haben Sie schon geöffnet? Jene Fragen, die manch ein Budenbesitzer am Nachmittag beantworten musste, klangen schon ein wenig traurig. Kaum ein Besucher hatte sich am frühen Nachmittag auf den Weg in die Neustadtswallanlagen gemacht, kaum ein Gast kaufte Bratwurst, Baguette und Co.

Doch davon lässt sich in den ersten Stunden kaum einer entmutigen. Eine Verkäuferin sagt ganz ironisch: „Das ist Arbeiten am Limit.“ Doch so langsam brechen die Wolken auf, zarte Sonnenstrahlen zeigen sich. Viele Familien kommen ins Grün hinter der Hochschule, Kinder lassen sich schminken oder bekommen Rastazöpfe ins Haar geflochten, ein paar Meter weiter schmeckt das erste Bier schon ganz gut. Was etwas behäbig beginnt, steigert sich im Laufe des Tages zu einer wahren Partynacht. Stadtteilmanagerin Astrid-Verena Dietze bringt es auf den Punkt: „Der Regen kann uns mal! Feiert schön!“ Lichterketten, bunte Lampen und die Scheinwerfer der insgesamt drei Bühnen verwandeln die Anlage am Abend in einen faszinierenden Ort der Vielfalt.

„Summer Sounds“ bei Regenwetter

Technobässe hämmern durch das Dickicht, Southern Rock, soulige Klangabfolgen aus Australien und nordischer Jazz durchziehen die Nacht. Nadja und Ben (beide 23) aus Bremen kommen schon zum fünften Mal zu den „Summer Sounds“ und sind trotz grauer Wolken begeistert vom Programm. „Weil‘s schön hier ist und die Musik jedes Jahr was Tolles bereithält“, begründet Ben, während er auf einer Plastikdecke den kleinen Hügel hinterm Südbad hinunterblickt. Nadja stimmt zu und ergänzt, dass „gerade die bunten, kleinen Dinge rundherum diesen Ort ganz besonders machen“.

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