In der Kunsthalle geht es laufend um den Sport

„Team Liebermann“ jetzt am Start

Kuratorin Dorothee Hansen und das „Team Liebermann“ in der Kunsthalle. - Foto: Röker

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Sportereignisse werfen ihre sprichwörtlichen Schatten voraus. Und Ereignisse, die etwas mit Sport zu tun haben. Wie die Liebermann-Ausstellung der Bremer Kunsthalle, die den sportlichen Aspekt schon im Titel trägt: „Max Liebermann – Vom Freizeitvergnügen zum modernen Sport“. Sie dauert vom 22. Oktober bis zum 26. Februar 2017 und – es lässt sich nicht anders sagen – die Vorbereitungen, sie laufen. Buchstäblich sogar.

Mitarbeiter der Kunsthalle haben nämlich jetzt das „Team Liebermann“ gegründet, um in Kunsthallen-Trikots werbewirksam bei öffentlichen Sportveranstaltungen – eben: bei Läufen – mitzumachen.

Dehnübungen auf den Treppen vor dem Musentempel? Gehören ab jetzt zum guten Ton. Teamkapitän ist die stellvertretende Direktorin der Kunsthalle und Kuratorin der Ausstellung, Dr. Dorothee Hansen. Die passionierte Tennisspielerin hatte die Idee zu der Ausstellung, die Max Liebermanns Gemälde vom Reiten, Tennis und Polo präsentiert. Den ersten Lauf-Auftritt hat das „Team Liebermann“ heute, Donnerstag, bei einem Firmenwettlauf. Der sportliche Höhepunkt kommt vor Ausstellungsbeginn – die Teilnahme am SWB-Marathon am Sonntag, 2. Oktober.

Einige Wochen zuvor – am Sonnabend, 27. August – lädt die Kunsthalle mit verschiedenen Kooperationspartnern zu einem Kunst- und Sport-Sommerfest ein. In der Zeit von 11 bis 16 Uhr stehen dann die Disziplinen Reiten, Tennis, Polo und Boxen im Fokus. Zu den Kunsthallen-Partnern zählt das Deutsche Pferdemuseum in Verden.

Schon jetzt hat die Kunsthalle sieben Pferde- und Reiterskulpturen in die Sammlungspräsentation aufgenommen – so zum Beispiel die mehr als 400 Kilogramm schwere Skulptur „Großes gesatteltes Pferd“ (1967) von Hans Wimmer. Kuratorin Hansen stellt diese und weitere Reiter- und Pferdeskulpturen während der „Langen Nacht der Museen“ im Rahmen einer Kurzführung vor – am Sonnabend, 4. Juni, 20 Uhr.

Fußball, Migration und Leidenschaft

Laufen, laufen, laufen – das ist auch in der Sportart Fußball von großer, wenn nicht entscheidender Bedeutung. Nun ist das „Team Liebermann“ bei der Europameisterschaft in Frankreich nicht mit dabei. Das weite Feld des Fußballsports beackern andere. Der irisch-bremische Autor, Literaturwissenschaftler und Werder-Bremen-Liebhaber Ian Watson zum Beispiel, der auf so persönliche wie unterhaltsame und geistreiche Weise über Fußball schreibt. Das können nicht viele!

Fußball und Einwanderung am Beispiel seiner Person und am Beispiel etlicher Profis ist Thema des neuen Watson-Buchs „Spielfelder – Eine Fußballmigration“ (Edition Falkenberg, 14,90 Euro). Virtuos agiert der Autor im Spannungsfeld der Begriffe „Heimat“, „Identität“ und „Fußball“. Heute, Donnerstag, stellt Watson sein neues Buch in der Zentralbibliothek (Am Wall 201). Anpfiff: 18 Uhr. Eine Begegnung, die man nicht verpassen sollte.

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