Weihnachtsmärkte ziehen Langfinger an

„Taschendiebe lieben das Gedränge“

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Enno Smidt (l.) und seine Kollegen sind derzeit am Rande der Weihnachtsmärkte unterwegs und informieren die Bürger über Präventionsmaßnahmen gegen Taschendiebstahl.

Bremen - Weihnachten ist irgendwie auch ein Fest für Taschendiebe. So nutzten die Langfinger die Weihnachtsmärkte für ihre Geschäfte „schamlos aus“, sagt Enno Smidt, stellvertretender Leiter des Reviers Innenstadt.

Auch der Bremer Weihnachtsmarkt auf Marktplatz, Domshof und Liebfrauenkirchhof sowie der „Schlachte-Zauber“ am Weserufer sind Besuchermagneten und damit bevorzugte Ziele von Taschen- und Handtaschendieben. Drei Millionen Besucher werden bis zum 23. Dezember auf den Märkten erwartet.

Diebe suchen das Gedränge. Und sie arbeiten häufig im Team. „Es gibt den Ablenker, den Zieher und den Nehmer“, sagt Smidt. Und Langfinger meiden Uniformen. „Wenn Polizisten und private Sicherheitsleute sichtbar sind, ziehen sich die Taschendiebe zurück“, ergänzt der Kontaktbereichsbeamte. Übrigens: 2016 wurden laut Polizei bundesweit gut 165.000 Taschendiebstähle angezeigt, in Bremen waren es 2.750.

Mobile Wache am Rande des Markts

Smidt und seine Kollegen sind derzeit mit einer mobilen Wache am Rande des Weihnachtsmarkts unterwegs, verteilen Flyer, suchen das Gespräch mit Bremern sowie Touristen und klären über Präventionsmaßnahmen auf. „Sei schlauer als der Klauer“, lautet das Motto. Handys und Geldbörsen in Hosentaschen sowie schlecht verschlossene Handtaschen und Rucksäcke erleichtern den Dieben das Spiel. Handtaschen sollten den Verschluss innen haben und sie sollten mit einem Reißverschluss gesichert sein, sagt Smidt.

Noch ein Tipp: Die Weihnachtsmarktbesucher sollten so wenig wie möglich in Portemonnaies oder Handtaschen stecken, persönliche Papiere und Kreditkarten nicht einpacken. „Ein Personalausweis ist auch gültig, wenn er zu Hause in der Schublade liegt.“ So lässt sich der Schaden, den Langfinger anrichten, minimieren. „Die Zeitkomponente, die für die Ersatzbeschaffung von Ausweisdokumenten, Führerscheinen und Fahrzeugpapieren anfällt, ist immens“, heißt es. Auch die Kosten für neue Papiere läppern sich.

je

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