Tarifrunde für Beschäftigte bei Bund und Kommunen beginnt

Verdi fordert sechs Prozent

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Verdi rüstet sich für die Tarifrunde: Dafür sind Oliver Bandosz (l.) im Landesverband und Kornelia Knieper vom Bezirksverband Bremen-Nordniedersachsen zuständig.

Bremen - Von Jörg Esser. Es geht wieder los: Die nächste Tarifrunde im öffentlichen Dienst beginnt – am 21. März in Potsdam. Verhandelt wird über die Löhne und Gehälter der Angestellten von Bund und Kommunen. In Bremen und Bremerhaven sind das rund 29000 Beschäftigte in den kommunalen Kliniken (12300), in Kindertagesstätten (rund 2000 in Bremen), in den Theatern, bei Volkshoch- und Musikschule, in der Stadtbibliothek, bei der Immobilienverwaltung, bei Umweltbetrieben und Gartenbauämtern.

Die Gewerkschaft Verdi rüstet sich und geht mit einer Kernforderung von sechs Prozent Entgelterhöhung in die Verhandlungen. „Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Dienstes erhalten“, sagt Oliver Bandosz, Verdi-Tarifkoordinator im Landesbezirk Niedersachsen-Bremen. Zudem will er „das Delta schließen, das zwischen der Entwicklung von Gehältern und Gesamtwirtschaft klafft“.

In den nächsten Jahren gehe es für den öffentlichen Dienst auch darum, für junge Menschen ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Schließlich stehe ein Personalumbau bevor. 20 Prozent der Beschäftigten sind nicht mehr weit vom Ruhestand entfernt. Doch trotzdem sind zur Zeit sechs von zehn Neueinstellungen befristet, sagt Bandosz. Und der Brutto-Einstiegslohn liege im Schnitt bei 2500 Euro. Die öffentlichen Arbeitgeber seien gefordert, Zukunftsperspektiven zu bieten. „Sie müssen ihre Hausaufgaben machen“, sagt der Tarifexperte. Die Gewerkschafter sind überzeugt, „dass Geld genug da ist“.

Jetzt geht es in die Tarifverhandlungen. Sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt soll es, wie erwähnt, geben. Die Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen. Und die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll auf ein Jahr befristet sein. Bei der jüngsten Tarifrunde wurde im Frühjahr 2014 eine Laufzeit von 24 Monaten vereinbart – mit Gehaltserhöhungen von drei Prozent im ersten und 2,4 Prozent im zweiten Jahr.

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