Tanzfieber im Congress Centrum

„Open Practice“ beim Festival „Dancing Superstars“ beeindruckt mit Virtuosität

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Action auf dem Parkett im Congress Centrum.

Bremen - Von Martin Kowalewski. 350 Paare aus 31 Nationen hat das Festival „Dancing Superstars“ zum Tanztraining ins Congress Centrum (Bürgerweide) gezogen. 160 Workshops waren vorbereitet. Fans durften zuschauen.

Bei einer „Open Practice“ der hochkarätigen Tänzer im Hansesaal ging es durchaus virtuos, aber auch fröhlich zu. Top-Teilnehmer sind dabei: Kirill Kurbatov und Alexandra Muroz, beide 13 Jahre alt, gleiten virtuos über das Parkett. Sie sind die amtierenden russischen Meister im Lateintanz in ihrer Altersklasse. Trainerin Olga Telnova vom Tanzclub Moscovia hat noch mehr hochtalentierte Paare aus der russischen Hauptstadt mitgebracht. „Hier gibt es sehr viele große Lehrer. Solche Stunden wie hier könnten wir in Moskau nicht bekommen“, sagt sie.

Spontaneität und Kreativität

Eine vergleichsweise kurze Anfahrt hat Jil Guse hinter sich. Sie ist aus Hamburg gekommen. Dort tanzt die Jugendliche beim Club Céronne und macht auch Wettkämpfe mit. „Man lernt hier in ganz kurzer Zeit sehr viel“, sagt sie. An dem Wochenende will sie möglichst alle Latein-Trainer mal ausprobieren. Die meisten der etwa 30 Tanztrainer aus aller Welt sind schon da. Veranstalter Roberto Albanese wird sie im Laufe des Abends vorstellen.

Drei Musiker sorgen für Stimmung. Am Beginn der „Open Practice“ steht ein kurzes Aufwärmprogramm. Das macht Alexander Martens. Nach Angaben der Veranstalter trainiert dieser auch Schlagerstar Vanessa Mai. Die etwa 300 Tänzer bilden einen Block. Kein Paartanz, jeder konzentriert sich auf die eigenen Bewegungen, die Blicke auf Martens gerichtet.

Tanztraining beim „Dancing Superstars“-Festival in Bremen

Mit Salsa wird die Gruppe warm. Gerade Haltung, Brust raus und immer wieder der Grundschritt, dann klatschen und einen Schritt vorwärts und zurück. Der Trainer schleudert die Arme nach vorne. Albanese stellt sich etwas später neben ihn und steigt mit ein. Begeisterungsrufe kommen von der Tanzfläche. Danach teilen sich die Paare in drei Gruppen auf, die immer wieder im Wechsel auf die Tanzfläche kommen. Verschiedenste Figuren werden in den Grundschritt eingebaut: Drehungen, teilweise gehen die Damen weit herunter bis in die Hocke, um dann wieder zu ihrer vollen Größe aufzuspringen. Lateintänzer sind offensichtlich spontan und kreativ.

Etwas später folgt ein ruhiger Walzer. Die Männer nehmen eine gerade Haltung ein, die Damen ihren Kopf etwas zurück. Wo eben noch der feurige Rhythmus tobte, gleiten die Paare nun anmutig über das Parkett. Schließlich folgt eine eigenwillige Tango-Version des Michael-Jackson-Hits „Smooth Criminal“. Die Tänze bleiben innig, die Haltung elegant, aber die Bewegungen wirken wieder etwas feuriger. Dann kommt eine ebenso ungewöhnliche Cha-Cha-Version von „Killing me softly“. Auf der gut gefüllten Tanzfläche sind auch die amtierenden Meister im Lateintanz, Timur Imametdinov und Nina Bezzubova aus Pforzheim, zu sehen.

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