Firma aus Holland

„Swapfiets“: Fahrrad-Abo-Anbieter eröffnet Bremer Standort

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„Swapfiets“ startet in Bremen: Mit dabei sind Onno Huyghe (v.l.) aus der Unternehmenszentrale, Lukas Vroemen und der Regionalmanager Philipp Wolff.

Bremen - Von Jörg Esser. Es läuft, es rollt. Besser gesagt: Das Geschäft boomt. Ab sofort auch in Bremen. Der holländische Fahrrad-Abo-Anbieter „Swapfiets“ hat am Donnerstag einen Standort in der Hansestadt eröffnet – Am Wall, direkt neben der „Harms“-Ruine.

Swapfiets“ heißt frei übersetzt „Tauschrad“. Das Start-up bietet seinen Kunden zu einem monatlichen Festpreis von 17,50 Euro (Studenten zahlen 15 Euro) ein Fahrrad mit Reparaturgarantie, ein Holland-Rad, versteht sich, ein „Deluxe 7“ (Hersteller: Union) inklusive Beleuchtung, Zusatzschloss und Diebstahlversicherung. 

„Swapfiets“ bringt das Rad mit dem charakteristischen blauen Reifen zum Bremer Kunden. Und wenn etwas am Fahrrad kaputtgeht, kommt innerhalb von zwölf Stunden ein Servicemitarbeiter, um es zu reparieren oder gegen ein funktionierendes Exemplar auszutauschen. „Der Service steht im Vordergrund“, sagt Deutschland-Chef Lukas Vroemen. „Die Verbraucher zahlen für die Mobilität.“

Wird ein Rad gestohlen, soll es „dank integrierter Versicherung unkompliziert und günstig Ersatz geben“, heißt es. Günstig bedeutet: Eine Selbstbeteiligung wird fällig. „Du sollst den Swapfiets wertschätzen“, lautet ein Gebot der Holländer. 

Doppelte Sicherung für Fahrräder gefordert

Das Rad soll doppelt gesichert werden. Wird es trotzdem gestohlen, werden 60 Euro berechnet. Ist es nur einfach gesichert, zahlt der Kunde 90  Euro. Und wenn Fahrrad und Schlüssel verschwunden sind, muss der Nutzer 450 Euro blechen. Das Fahrrad-Abo kann monatlich gekündigt werden.

„Swapfiets“ ist Anfang 2017 von drei Studenten der Technischen Universität Delft gegründet worden. Gestartet ist das Trio mit 400 Rädern. Mittlerweile hat „Swapfiets“ 44.260 Kunden – in 17 niederländischen und drei belgischen Städten sowie in Münster und Bremen. „Wir starten in den Fahrradhauptstädten“, sagt Vroemen. Standorte in Göttingen und Oldenburg sollen in Kürze folgen, Hamburg im zweiten Halbjahr 2018 erschlossen werden.

80 Bremer bereits registriert

Vom Niederländischen Institut für Marketing ist die Tauschrad-Idee im April 2018 als „Dutch Start-up of the Year“ ausgezeichnet worden. An der Weser gibt es Unterstützung von der Förderbank BAB und „Starthaus Bremen“. Deren Geschäftsführer Ralf Stapp lobt „Swapfiets“ als „positives Beispiel für ein Start-up“. Und verweist auf die großen Erfolgschancen in Bremen, wo der Fahrradverkehr einen Anteil von 25 Prozent habe.

80 Bremer sind bereits mit „Swapfiets“ unterwegs, heißt es. Das Start-up beschäftigt im Geschäft in der Innenstadt und in der Werkstatt in Hastedt derzeit insgesamt 18  Mitarbeiter.

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