Neues Gastronomie-Konzept in der Innenstadt

Sushi mit dem Tablet bestellen

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Mit dem Tablet im „Yakumi“ – von links gesehen: Michiel Kuo, Hairong Yang und Pei Yang.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Was macht man in einem „Tablet-Restaurant“? Vom Tablett essen? Nein, es handelt sich ja um ein Tablet mit nur einem „t“ am Ende. Und es handelt sich um etwas wahnsinnig Weltstädtisches, das es nun auch in der Wesermetropole gibt, in Bremen also. In der Innenstadt. Unter dem Namen „Yakumi“ (übersetzt: „Gewürze“) hat dieser Tage an der Birkenstraße (praktisch am Hillmannplatz) das erste „Sushi-and-Grill-Tablet-Restaurant“ der Hansestadt eröffnet.

„Das japanische Konzept boomt bereits in deutschen Großstädten“, schwärmt ein Sprecher. Hallo?! Bremen ist doch wohl auch eine Großstadt. Doch zurück zur Tablet-Gastronomie: „Kulinarischer Schwerpunkt ist Sushi in allen Variationen“, heißt es über das „Yakumi“ weiter. Und jetzt kommt‘s: „Bestellt wird am Tisch per Tablet, der Service bedient dann frisch aus der Küche.“ Und: „Wenn man eine Service-Kraft für Rückfragen oder zum Bezahlen rufen möchte, geht das ebenfalls bequem über das Tablet.“

Die Digitalisierung des Alltags kennt eben keine Grenzen. Nicht digital, sondern tatsächlich – wie soll man sagen? – analog, also: echt ist das Essen. Im „Yakumi“ bieten Michiel Kuo und sein Chefkoch Qunyi Wang „45 Sushi-Variationen“ sowie „Fleisch und Seafood der asiatischen Küche in Tapas-Portionen“, so der Sprecher. In der Zeit von 12 bis 15 Uhr bietet das Lokal Auszüge aus der Tageskarte als Mittagsmenü an.

Auf einer Fläche von knapp 300 Quadratmetern hat das „Yakumi“ im Innenbereich 110 Sitzplätze. In den Umbau sei „eine siebenstellige Summe“ investiert worden. „Die Einrichtung präsentiert sich im modernen japanischen Stil“, sagt der Sprecher. Neben einem Wandgemälde des Bremer Künstlers Markus Rösner sorgen schwarzer Schieferboden und eine Kassettendecke aus Beton für Akzente. Und: „Die neue Glasfassade öffnet den Blick auf den Hillmannplatz.“

Huchting in Berlin

Bremens „Botschaft“ in Berlin – die Landesvertretung – zeigt eine neue Ausstellung. Sie heißt „100 Prozent Mensch“ und ist ein Projekt des „Kulturladens Huchting“. Für das Projekt wurden 100 Menschen mit Migrationshintergrund porträtiert, die in dem Stadtteil im Bremer Süden leben und arbeiten.

„Ihre individuellen Geschichten von Heimat, Aufbruch, Hiersein und Zukunft sind mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln ins Bild gesetzt worden“, heißt es in einer Ankündigung. Für die Ausstellung in der Landesvertretung haben die Organisatoren 23 der großformatigen Fotoporträts ausgewählt.

„Darin eingearbeitet sind biographische Motive, die etwas vermitteln über die Porträtierten, ihre Wurzeln oder die Menschen, die sie auf ihrem Weg in die deutsche Gesellschaft begleitet haben“, heißt es. Hinzu kommen „Audioporträts“ mit O-Tönen der Beteiligten. Und: „Auf kalligraphisch gestalteten Koffern beschreiben die Porträtierten in Gedichtform, was ihnen das Gefühl gibt, ,angekommen‘ zu sein.“

Staatsrätin Ulrike Hiller, Bremens „Botschafterin“ in Berlin: „Um die Geschichte der Migration in Deutschland erzählen zu können, müssen wir die Geschichten der Zugewanderten kennen. Die Porträtsammlung leistet hierzu einen wertvollen Beitrag.“ Die Ausstellung ist bis zum 29. Juni in Bremens „Botschaft“ zu sehen.

Hemingway – „mit Haut und Haar“

Im Rahmen der Reihe „Dermatologie in Literatur und Kunst“ durchleuchtet der Bremer Hautarzt Professor Friedrich Bahmer Haut und Hauterkrankungen in Literatur und Kunst – ehrlich! In der Frühjahrsstaffel der Reihe behandelt der Dermatologe drei große amerikanische Autoren. Nächster Termin: Mittwoch, 14. März, 18 Uhr.

Titel und Thema des Multimedia-Vortrags in der Krimibibliothek der Zentralbibliothek (Am Wall 201, früheres Polizeihaus): „Ernest Hemingway mit Haut und Haar“.

„Hemingways Krankengeschichte ist von Verletzungen psychischer und somatischer Art geprägt“, heißt es in einer Vorschau. Bahmer hat in verschiedenen Fachzeitschriften Texte veröffentlicht, die die Welt der Literatur (und der Literaten) tangieren – so schrieb er beispielsweise über die Symbolik gebräunter Haut und blonder Haare im Werk Hemingways, über die Akne von Charles Bukowski und über die Nase des österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard.

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