Freies W-LAN schon zu Ende des Sommers

Surfen in der City

Gratis im Netz: Corinna Boetzel hat sich in das freie W-LAN-Netz an der Sögestraße eingeloggt. - Foto: Kowalewski

Bremen - Von Martin Kowalewski. Das W-LAN-Netz in der Innenstadt wächst zügig weiter. Jetzt können Besucher auch in der Obernstraße, der Sögestraße, auf dem Marktplatz und der Domsheide sowie rund um die Kirche St. Johann im Schnoor gratis ins Internet. Schon bald soll die Innenstadt vollständig erschlossen sein.

Es ist ganz einfach: Auf dem Handy oder Notebook die W-LAN-Liste aufrufen, „Free-Key Bremen City“ auswählen und sich mit seiner Mailadresse oder Handy-Nummer anmelden. Danach müssen noch die AGB akzeptiert werden, und dann steht dem Weg ins Internet nichts mehr im Wege. „Die Mailadresse oder Handynummer wird nur kurz gespeichert und dann wieder gelöscht“, sagt Projektleitern Corinna Boetzel von der City-Initiative Bremen. „Wir greifen auf keine Nutzerdaten zurück.“ Der Datenschutz sei gewährleistet, sie könne sich ohne weiteres vorstellen, über die Verbindung selbst Online-Banking zu betreiben.

Die Immobilienbesitzer waren gefragt, um die Installationen zu unterstützen. An ihren Häusern mussten die notwendigen Antennen installiert werden. „Auf dem Marktplatz hatten wir einige Probleme mit dem Denkmalschutz. Schließlich konnten wir hinter den Fenstern der Handelskammer die Antennen befestigen, so dass sie nach außen abstrahlen“, sagt Boetzel. Antennen wurden unter anderem auch über dem Schuhhaus Meineke installiert. Insgesamt neun Antennen sind nötig, um flächendeckendes W-LAN in dem neu erschlossenen Areal zu gewährleisten. Die Kosten in Höhe von 60.000 Euro hat bei diesem Projekt des Bremer Wirtschaftsressort übernommen, nachdem das freie W-LAN in den bereits erschlossenen Gebieten der Innenstadt hauptsächlich durch private Gelder finanziert worden ist.

Die Strom- und Wartungskosten von etwa 160 Euro pro Monat übernimmt die Immobilien- und Standortgemeinschaft BID Sögestraße. Sie will mit dem Angebot die Aufenthaltsqualität steigern. Den Preisvergleich via Internet fürchten die Händler nicht. „Die Kunden sollen das ruhig gleich vor Ort vergleichen“, sagt Erik Marks von der BID Sögestraße.

Freies W-LAN gibt es bereits im Ansgari-Quartier, dem „Citylab“, der Lloyd-Passage, der Schlachte und am Wall-Boulevard. „In der Lloyd-Passage verzeichnen wir im Schnitt 8.000 Nutzer täglich, in den anderen Quartieren 5.000 bis 6.000“, sagt Boetzel.

Noch folgen sollen der Bahnhofsplatz, für den der entsprechende Auftrag frisch ausgeschrieben ist, der Domshof, der Hillmannsplatz, das Ostertor sowie die Bereiche Pieperstraße und Birkenstraße, so Boetzel. Der Senator für Wirtschaft stellt für diese Vorhaben weitere 52 000 Euro zur Verfügung. Bereits zum Ende des Sommers soll alles fertig sein, so Boetzel. Die Ausstattung der ganzen Innenstadt mit freiem W-LAN hätte dann keine zwei Jahre in Anspruch genommen.

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