Hilfsorganisationen sorgen bei Wohnungslosen für Weihnachtsstimmung / Würstchen und Kartoffelsalat zum Fest

„Suppenengel“ verteilen Schlafsäcken

Mitarbeiter des Vereins „Bremer Suppenengel“ verteilen im Rahmen einer Weihnachtsaktion Geschenke an mittel- und obdachlose Menschen. ·
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Mitarbeiter des Vereins „Bremer Suppenengel“ verteilen im Rahmen einer Weihnachtsaktion Geschenke an mittel- und obdachlose Menschen. ·

Bremen - Weihnachten soll nach dem Wunsch wohltätiger Organisationen in Bremen auch für Wohnungslose eine besondere Zeit sein. Viele Einrichtungen stellen einen geschmückten Tannenbaum auf und kochen etwas Besonderes. Mancherorts bereitet die Küche traditionell Würstchen mit Kartoffelsalat vor.

Auch eine Andacht und kleine Geschenke gehören in vielen Häusern für Obdachlose dazu, etwa im Wohnheim Adelenstift, in dem 60 meist ältere, überwiegend alkoholkranke Männer und Frauen leben, sagt Bertold Reetz, der beim Verein für Innere Mission in Bremen den Bereich Wohnungslosenhilfe leitet.

Nach Einschätzung der Leiterin des Adelenstifts, Verena Kattlus, sind die Festtage für viele Wohnungslose eine schwierige Zeit. Bei manchen kämen Erinnerungen an die Vergangenheit hoch. „Für viele Bewohner sind wir Familienersatz. Wir versuchen ein bisschen weihnachtliche Stimmung zu verbreiten“, sagt Kattlus. Um den Bewohnern eine Freude zu machen, gebe es neben Christbaum und Festessen auch kleine persönliche Präsente. Die Bezugsbetreuer suchten jeweils nach Wunsch etwas aus.

Die Initiative „Bremer Suppenengel“, die Essen an Bedürftige verteilt, verzichtet an den Weihnachtstagen auf eine besondere Aktion. „Da machen so viele etwas“, erklärt die Gründerin Zia Gabriele Hüttinger.

Ihre Weihnachtsgeschenke verteilten die „Suppen engel“ daher schon vor den Festtagen. Rund 250 Frauen und Männer bekamen Pakete etwa mit Schlafsäcken, Kleidung, Isomatten oder Gebrauchsgegenständen wie Taschentücher und Zahncreme. Nach Angaben von Peter Valtink, der ehrenamtlich für die „Suppenengel“ arbeitet, gab es Geschenke nach Wunsch. „Das Ganze hatte einen Vorlauf von über einem Monat. Wir haben alle namentlich aufgenommen und gefragt, was sie brauchen.“ Aber auch die nicht angemeldeten Besucher hätten etwas bekommen.

Finanziert wurde die Aktion durch Spenden – unter anderem von Bremer Unternehmen. Vom Angebot der Suppenengel profitieren neben Obdachlosen auch viele Menschen mit festem Wohnsitz, aber geringem Einkommen. „Zu uns kommen sehr viele Rentner und Hartz-IV-Empfänger“, sagte Hüttinger. · dpa

http://www.suppenengel.de

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