Raserfahrt endet mit Unfall

Auto landet im Wasser: Fieberhafte Suche nach Insassen mit Hubschrauber und Hunden

Ein Unfall, bei dem ein zu schnell gefahrener Raser und zwei weitere Insassen mit ihrem Auto kopfüber in einem überfluteten Feld stecken blieben, hat in Bremen einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die Einsatzkräfte fürchteten, einer der jungen Männer könnte sich in Lebensgefahr befinden.

Bremen - Bei einem nicht näher beschriebenen Einsatz in Bremen-Oberneuland in der Nacht zu Donnerstag haben sich Beamte des Polizei-Einsatzdienstes Ost unvermittelt mit schwerwiegenderen Ereignissen beschäftigen müssen. Gegen 0.15 Uhr war ein Opel Corsa mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Straße „Am Großen Moordamm“ an den Beamten vorbeigeschossen, heißt es in einer Meldung der Polizei.

Die Streifenwagenbesatzung brach ihren anderen Einsatz daraufhin ab und nahm unverzüglich die Verfolgung des Autos auf. Der schwarze Opel war jedoch bereits außer Sichtweite der Polizisten, heißt es weiter. Wenige hundert Meter weiter stellten die Beamten dann fest, dass das Auto in einer Linkskurve verunfallt war. Sie fanden es auf dem Dach liegend auf einem überfluteten und dicht bewachsenen Feld vor. Das Feld war so weit geflutet, dass die Fahrgastzelle des Fahrzeugs bereits zu einem großen Teil unter Wasser stand.

Hunde und Hubschrauber suchen dritte Person

Durch die eingesetzten Polizeibeamten konnten in unmittelbarer Nähe des Opels zwei junge Männer angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Die 18- und 19-Jährigen waren unverletzt. Sie gaben an, dass sich noch eine dritte Person im Fahrzeug befunden habe. Da diese Person allerdings nicht im Fahrzeug aufgefunden werden konnte, setzte die Polizei sofort umfangreiche Suchmaßnahmen um. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Person schwer verletzt war und sich womöglich in hilfloser Lage befand und Hilfe brauchte.

An der Suche waren eine Vielzahl an Streifenwagen aus Bremen und Niedersachsen, Diensthunde, ein Polizeihubschrauber, sowie mehrere Einsatzkräfte der Feuerwehr - unter anderem mit einer Taucherstaffel - beteiligt. Nach mehreren Stunden musste die intensive Suche ohne Erfolg abgebrochen werden.

17-Jähriger taucht zu Hause wieder auf

Durch eine Befragung der beiden Festgenommenen konnte ermittelt werden, dass es sich bei der dritten Person um einen 17-jährigen Bremer handeln sollte. Er war bislang nicht an seiner Wohnanschrift aufgetaucht.

Fast fünf Stunden später kam dann laut der Polizeimeldung die Entwarnung: Der Gesuchte kam nach Hause zu seinen Eltern. Diese informierten umgehend die Polizei. Der Junge war unverletzt, hatte aber offensichtlich Alkohol konsumiert.

Es wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes des Führens eines Kraftfahrzeuges ohne Fahrerlaubnis, der Straßenverkehrsgefährdung und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet.

Polizei Bremen sucht Zeugen des Unfalls

Die Polizei sucht nun Zeugen, die den schwarzen Opel Corsa im Bereich Oberneuland / Bremen-Ost gesehen haben. Insbesondere bitten die Beamten die Polizisten um Hinweise zum möglichen Fahrer des verunfallten Autos. Hinweise nimmt die Bremer Verkehrsbereitschaft unter der Rufnummer 0421/362-14850 entgegen.

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

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