Buch von Wilhelm Esmann über die Boote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

In die stürmische See hinaus gerudert

Michael Grobien, Vorsitzender der Seenotretter (r.), ehrt Autor Wilhelm Esmann.

Bremen - BREMEN n „Das gesamte Pferdegespann musste so weit ins Wasser, bis das Ruderrettungsboot aufschwamm...“ So stachen die Seenotretter 1865 bei Sturm in See, bevor sie sich in die Riemen legten. Heute treiben zwei rund 1 000-PS-starke Motoren die Schiffe an.

In seinem neu aufgelegten Buch „Die Rettungsboote der DGzRS von 1865-2009“ stellt Autor Wilhelm Esmann alle deutschen Rettungsboote vor – vom Ruderboot bis zu den mit bester Technik ausgestatteten Seenotkreuzern.

Die einmalige Dokumentation auf 172 Seiten lädt zum Nachschlagen und Schmökern ein. Esmann, seit gut 30 Jahren ehrenamtlich für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit Sitz in Bremen im Einsatz, hatte mit der Jagd auf die Rettungsschiffe schon während seiner Schulzeit begonnen. „In den Sommerferien bin ich zusammen mit meinem Bruder die Küsten abgefahren, um Bilder von den Booten zu sammeln“, erzählte der Autor gestern der Presse. Die DGzRS dankte dem Autor nicht für sein aufwendig illustriertes Werk, sondern überreichte ihm auch die Goldene Ehrennadel.

Das im Hauschild-Verlag erschienene Buch stellt jedes Schiff mit Foto und allen verfügbaren technischen Daten wie etwa Baujahr, Geschwindigkeit, Leistung und Standort vor. „Diese Vielzahl an Daten und Bildern verdanke ich vielen persönlichen Kontakten. So wurde ein Tauffoto aus Sassnitz zwar nach langer Suche gefunden, aber leider dafür in zwei Teilen“, erzählte Esmann. Das hieß für ihn einige Arbeit am Repro-Tisch, wo er das Bild wieder zusammenbastelte. Die eigenen Archive der DGzRS hatten sowohl unter dem Zweiten Weltkrieg als auch unter der schweren Sturmflut 1963 schwer gelitten. Ein Extra-Kapitel behandelt die Rettungsboote der DDR. Dort kümmerte sich bis 1953 das Rote Kreuz um havarierte Seeleute, später waren es das Hafenamt und ab 1964 das Seefahrtsamt der DDR. 1990 übernahm die DGzRS auch an den Küsten der neuen Bundesländer die Rettungsstationen. „Zu DDR-Zeiten hat es wenig Einsätze gegeben, denn Segler fuhren selten vor den Küsten“, erzählte der Fachmann. Heute gebe es an der Ostsee aber mittlerweile mehr Stationen als an der Nordsee.

Für ihre Leser haben sich Esmann und der Verlag auf die wichtigsten Informationen beschränkt. „Wir wollten ja keinen Wälzer herausbringen“, sind sich Verleger Friedrich Steinmeyer und Esmann einig. Die 2 000 Exemplare der neuen und erweiterten Auflage gibt es für 34,50 Euro im Buchhandel oder direkt unter

WWW.

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