Die Hauptstadt des unteren Durchschnitts

Bremen - Von Burkhard Peters. Im Vergleich zu den Zukunftsaussichten der 30 größten Städte Deutschlands landet Bremen im unteren Mittelfeld – auf Platz 21. Platz eins sichert sich München vor Berlin. Die Schlusslichter bilden Kiel und Chemnitz. Erzrivale Hamburg rückt von Platz elf auf Platz acht vor.

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat im Auftrag der Berenberg-Bank die größten Metropolen unter die Lupe genommen – und zwar im Hinblick auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die Bevölkerungsentwicklung und Standortfaktoren wie Bildung, Verkehrsanbindung, internationale Ausrichtung und Neuerungen.

Wie schon in den drei vorangegangen Studien zwischen 2008 und 2013 kommt Bremen nicht über den unteren Durchschnitt hinaus. „Das ist aber gar nicht negativ zu sehen“, meint HWWI-Wirtschaftsforscher Dr. Jan Wedemeier. Bremen habe sich in den vergangenen zwei Jahren durchaus entwickelt. „Aber andere Städte schlafen eben auch nicht.“ Gerade in puncto Internationalität schneide die Hansestadt gar nicht schlecht ab, sagt Wedemeier. Aber bei der Bevölkerungsentwicklung und Wirtschaftsleistung laufe Bremen den meisten anderen Metropolen hinterher. Und auch bei der Bildung könne Bremen noch nachlegen, sagt der Ökonom. Wichtig sei es, gute Leute an die Schulen und Hochschulen zu holen und diese auch zu halten. Ob dies reicht, um bei einer künftigen HWWI-Erhebung einen deutlichen Sprung nach vorn hinzulegen, bezweifelt Wedemeier. „Der Wettbewerb um Unternehmen und Köpfe ist nun mal hart.“

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