Studie: Bremen hat Hausaufgaben erledigt

„Großer Schritt nach vorne“

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Die Zahlen sprechen für Bremen: Mike Schröer präsentierte die Geschäftskunden-Studie der Commerzbank.

Bremen - Von Steffen Koller. Bremer Geschäftsleute blicken zufrieden auf das Jahr 2015 zurück. Zu diesem Ergebnis kommt die gestern vorgestellte zweite Geschäftskunden-Studie der Commerzbank Bremen. Fast 80 Prozent der 100 befragten Unternehmen aus Bremen und der Region bewerten demnach das Geschäftsjahr als „sehr gut“ oder „stabil“.

2015 ist ein gutes Jahr – zumindest wenn man nach den Ergebnissen der Studie geht. Demnach sagen 79 Prozent der befragten Gewerbetreibenden, Freiberufler und Handwerker, dass sich ihre wirtschaftliche Lage „sehr gut entwickelt“ habe (43 Prozent) oder „stabil geblieben“ sei (36 Prozent). Im bundesweiten Vergleich liegen Bremen und die Region somit leicht über dem Durchschnitt (75 Prozent für beide Antwortmöglichkeiten). Für 19 Prozent der Geschäftskunden habe sich die Entwicklung verschlechtert. Bundesweit liegt dieser Anteil bei 22 Prozent.

Auf die Frage, warum die Entwicklung so positiv sei, sagt Stefan Markowsky von der Commerzbank: „Bremen hat an vielen Punkten seine Hausaufgaben erledigt.“ Gerade im Dienstleistungssektor habe die Hansestadt einen großen Schritt nach vorne gemacht, was auch die gut gefüllten Auftragsbücher für 2015 belegen sollen. So sagen 33 Prozent, ihre Auftragslage habe sich „verbessert“, 54 Prozent bilanzieren eine „gleichbleibende“ Entwicklung. Viele Bremer Unternehmen blicken folglich optimistisch ins nächste Jahr. 42Prozent gaben an, eine „Stabilisierung auf hohem Niveau“ zu erwarten, 39 Prozent glauben an eine „Stabilisierung mit kurzfristigen Rückschlägen“. Im Vergleich zum Vorjahr eine gravierende Veränderung: 2014 rechneten 28 Prozent mit einer „Stabilisierung auf hohem Niveau“, 55 Prozent gaben an, an eine „Stabilisierung mit kurzfristigen Rückschlägen“ zu glauben. „Man kann hier von einem Trend sprechen“, sagt Markowsky, „es boomt.“ Das alles spreche für Bremen, ergänzt sein Kollege Mike Schröer.

Trotz Optimismus bleibt die Angst, keine geeigneten Fachkräfte akquirieren zu können, besonders in Bremen groß. 45 Prozent geben diesen Faktor als größtes Risiko an (bundesweit: 33Prozent), gefolgt von ausbleibenden Aufträgen (23Prozent) und der mangelnden Möglichkeit, Rücklagen zu bilden (20 Prozent). Und wo besteht noch Luft nach oben? Gerade beim Thema Internetnutzung gibt es Nachholbedarf, wie die Zahlen zeigen. Nur 14 Prozent der Geschäftskunden sind „überwiegend“ im Netz aktiv, ganze 65 Prozent nutzen es „kaum“, was für Markowsky und Schröer ein „überraschendes Ergebnis“ ist. Man müsse das Bewusstsein für den Nutzen schärfen, sagt Markowsky, „sonst könnten dunkle Wolken am Horizont aufziehen“.

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