„Unheimlich bereichernd“ / Jacobs Universität: Hart arbeiten, viel lernen

Studenten aus 111 Nationen

Mahlet Sahle (4.v.l.), Studentin an der Jacobs University,, führt eine Besuchergruppe über das weitläufige Campusgelände im Bremer Norden. Die 19-Jährige aus Äthiopien findet das Studium an der Privatuni „unheimlich bereichernd“. ·

Bremen - Von Nina Seegers„Willkommen“ steht in zwölf verschiedenen Sprachen auf dem Schild am Eingang der Jacobs Universität Bremen geschrieben und ist ein erster Hinweis darauf, dass hier Studenten vieler verschiedener Nationalitäten aus der ganzen Welt studieren. Hinter dem Eingangstor tut sich ein weitläufiger Campus auf.

Kieswege führen durch die großzügigen Grünanlagen zu roten Backsteinhäusern, in denen sich die einzelnen Forschungseinrichtungen befinden. Am Sonnabend herrscht auf dem ehemaligen über 30 Hektar großen Kasernengelände in Grohn reger Betrieb, denn die englischsprachige Universität hat zum „Tag der offenen Tür“, zum „Open House“, geladen.

Während im Campus-Center, ein modernes Gebäude mit großer Glasfront im Zentrum des Campus, Informationsveranstaltungen, Diskussionen und Gespräche stattfinden, lassen sich kleine Menschengruppen von Studenten über das weitläufige Gelände führen und besichtigen die einzelnen Lehrgebäude sowie die sogenannten Colleges, in denen die Studenten sich jeweils zu zweit ein Appartment teilen.

Die meisten Besucher sind angehende Abiturienten, die sich für ein Studium an der Universität interessieren. So auch Sigi Wegmann, der mit seiner Mutter aus Peine angereist ist. Der 19-Jährige steckt gerade mitten in den Abiprüfungen. Will er sich an der Jacobs Universität bewerben, braucht er einen guten Notendurchschnitt. „Wenn es gut läuft, werde ich einen NC von 1,5 haben, realistisch gesehen wird es aber wohl auf 1,9 herauslaufen“, meint Sigi. Dass der Unterricht an der Uni auf Englisch ist, ist für ihn kein Problem, denn wie er berichtet, war er schon mehrfach im Rahmen eines Schüleraustausches im Ausland – in England, Frankreich, China und in den USA. „Ich finde die Jacobs University deshalb interessant, weil sie so international ist und die Studiengänge interdisziplinär sind“, erklärte Sigi weiter.

Das Studieren an der privaten Hochschule hat aber auch seinen Preis – rund 26 000 Euro muss ein Bachelor-Student pro Jahr bezahlen, da kommt bis zum Studienabschluss ein hübsches Sümmchen zusammen. Wer das Geld nicht aufbringen kann, hat allerdings auch verschiedene Möglichkeiten, ein Stipendium zu beantragen.

Zur Zeit sind an der 2001 gegründeten Jacobs Universität 1 334 Studenten aus 111 Nationen eingeschrieben. Die angebotenen Studiengänge umfassen Natur- und Ingenieurswissenschaften sowie Geistes- und Sozialwissenschaften. Insgesamt bietet die Hochschule 19 Bachelorstudiengänge und 20 Masterstudiengänge an.

Die 19-jährige Mahlet Sahle aus Äthiopien studiert an der Universität seit vergangenem Herbst „International Logistics“. Während sie Interessierte in der etwa anderthalbstündigen Tour über den Campus führt, erzählt sie, wie der Alltag an der Uni abläuft. Man müsse hart arbeiten, lerne aber unglaublich viel, erklärt sie auf Englisch. „Außerdem finde ich es unheimlich bereichernd, hier auf Menschen so vieler unterschiedlicher Nationalitäten zu treffen“, so Mahlet weiter.

Wer sich an der Jacobs Universität bewerben möchte, sollte dies laut Hochschule übrigens möglichst ein Jahr vor dem gewünschten Eintrittsdatum tun. Informationen im Internet.

http://www.jacobs-university.de

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Meistgelesene Artikel

Bremer Polizei fasst jungen Räuber: „Hände weg, oder ich steche dich ab“

Bremer Polizei fasst jungen Räuber: „Hände weg, oder ich steche dich ab“

Bremer Polizei fasst jungen Räuber: „Hände weg, oder ich steche dich ab“
Weihnachtsmarkt Bremen: „Bei 2G plus können wir dicht machen“

Weihnachtsmarkt Bremen: „Bei 2G plus können wir dicht machen“

Weihnachtsmarkt Bremen: „Bei 2G plus können wir dicht machen“
Wilde Verfolgungsjagd in Bremen: Polizei stellt vermeintlich Betrunkenen

Wilde Verfolgungsjagd in Bremen: Polizei stellt vermeintlich Betrunkenen

Wilde Verfolgungsjagd in Bremen: Polizei stellt vermeintlich Betrunkenen
Bremen eröffnet neues Impfzentrum und sucht Personal

Bremen eröffnet neues Impfzentrum und sucht Personal

Bremen eröffnet neues Impfzentrum und sucht Personal

Kommentare