Streit um Affenversuche geht in nächste Runde

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Seit mehr als zehn Jahren erforscht Andreas Kreiter an Makaken-Affen die Funktion des Gehirns.

Bremen - Der Rechtsstreit um Affenversuche in Bremen geht in eine neue Runde. Das Verwaltungsgericht setzte für den 28. Mai eine mündliche Verhandlung an.

Am Donnerstag waren Vertreter des Instituts für Hirnforschung der Uni Bremen und der Gesundheitsbehörde zu einem Erörterungstermin zusammengekommen. Das Verwaltungsgericht verschaffte sich dabei im Institut einen Eindruck über die Verhältnisse in dem Labor.

Seit mehr als zehn Jahren erforscht der Neurobiologe Andreas Kreiter an Makaken-Affen die Funktion des Gehirns. Nach Ansicht der rot-grünen Bremer Landesregierung sind die Experimente ethisch nicht vertretbar. Im Oktober 2008 weigerte sich die Gesundheitsbehörde schließlich, deren Genehmigung zu verlängern. Dagegen klagte das Institut.

Die Uni pocht auf ihre Forschungsfreiheit. Am Ende werden die Richter entscheiden müssen, welches Recht höher wiegt:die Forschungsfreiheit oder der im Grundgesetz als Staatsziel verankerte Tierschutz. Solange es keine Entscheidung in dem Verfahren gibt, dürfen die Versuche weitergehen.

Der Bundesverband der Tierversuchsgegner kritisierte nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts, dass die Versuche nun immer noch kein Ende finden würden. „Mit Enttäuschung müssen wir hinnehmen, dass das Leid der Affen noch immer kein Ende hat. Gleichzeitig setzen wir darauf, dass das Gericht nach seiner langen Prüfung eine Entscheidung zugunsten der Tiere fällen wird“, sagte der Vorsitzende Kurt Simon nach einer Mitteilung.

Die Makaken würden stundenlang an Stühlen festgeschnallt und der Kopf an einoperierten Bolzen fixiert, beschrieben die Tierschützer die Versuche. Die durstig gehaltenen Tiere müssten dann über einen Bildschirm Aufgaben lösen, um Flüssigkeit zu bekommen. Dabei würden Elektroden Gehirnströme messen. Nach den Versuchsreihen würden die Tiere getötet und die Gehirne seziert.

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