Streckenbeeinflussungsanlage von Achim-Nord bis Bremen-Nord nimmt Betrieb auf

Wetterfühliger Stauwarner für die A27

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Auf los geht’s los: Verkehrssenator Joachim Lohse, ASV-Leiterin Brigitte Pieper, der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann und Abteilungsleiter Verkehr beim Senator, Gunnar Polzin, drücken den Start-Buzzer.

Bremen - Von Ralf Sussek. Seit gestern kann der Verkehr auf einem stark frequentierten Stück der Autobahn27 von Achim-Nord bis Bremen-Nord geregelt, oder besser ausgedrückt, beeinflusst werden. Um 16.15 Uhr drücken vier maßgebliche Menschen auf einen großen roten Knopf – und auf den elektronischen Schilderbrücken erscheint die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde.

Die maßgeblichen Menschen sind Enak Ferlemann (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), Bremens Verkehrssenator Joachim Lohse (Grüne), die Leiterin des Amts für Straßen und Verkehr (ASV), Brigitte Pieper, und der Abteilungsleiter Verkehr im Bremer Verkehrsressort, Gunnar Polzin.

120 Kilometer in der Stunde – laut Ferlemann ist das für den optimalen Verkehrsfluss noch viel zu schnell. 60 bis 80 Kilometer pro Stunde sind da viel effizienter, sagt er. Die Vorlage nimmt der Bremer Verkehrssenator („Die A281 mache ich aus Überzeugung“) gerne auf. Er freut sich darüber, „sachlich und nicht ideologisch“ an das Thema Geschwindigkeit heranzugehen.

Zunächst aber gelten an diesem Tag die 120 und der Verkehr fließt vergleichsweise ruhig gen Norden. Das zeigt ein großes Videobild in der Verkehsmanagement-Zentrale des ASV.

Auf 28,6 Kilometern, so der Senator, kann fortan der Verkehr automatisch geregelt werden – auch bei außergewöhnlichen Verkehrsstörungen, wie es heißt. Im Bereich der Anschlussstelle Bremen-Überseestadt übernimmt die Anlage zusätzlich die Funktion der Stauwarnung.

„Bremen geht mit dem Geld des Bundes verantwortlich um“, lobt Ferlemann mit einem Augenzwinkern. Beim Ausbau der A1 auf sechs Spuren wurde die Anlage in Teilen eingelagert – nun holte Bremen sie wieder hervor. Ersparnis 350000 Euro. Dadurch kostete den Bund die Maßnahme nur 4,8 Millionen Euro. Insgesamt wurden 15 neue Verkehrszeichenbrücken mit meist wiederverwendeten Wechselverkehrszeichen installiert (Anteil: rund 75 Prozent). Auch Steuerungseinheiten konnten verwendet werden. Neu installiert wurden 31 Messerquerschnitte für die Ermittlung der Verkehrsdichte sowie zwei Wetterstationen.

Also alles besser für die Autofahrer? Kommt darauf an, was Bremen sonst noch so plant. „Baut nicht überall Blitzanlagen hin, das ist gemein“, gibt Ferlemann Lohse zum Abschluss mit auf den Weg.

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