Live-Musik

Streaming-Konzerte: 10 000 Besucher im Bremer „Club 100“

Ein Kameramann filmt die Berliner Band „Milliarden“ beim Streaming-Auftritt im „Pier 2“.
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Ein Kameramann filmt die Berliner Band „Milliarden“ beim Streaming-Auftritt im „Pier 2“.

Bremen – Live-Auftritte trotz des Lockdowns – unter diesem Motto ist im Februar im Gröpelinger „Pier 2“ der „Club 100“ an den Start gegangen. 19 Veranstalter – von der kleinen Agentur bis zum großen Unternehmen – haben sich für die, wie es heißt, „solidarische Gemeinschaftsaktion“ verbunden. Bis Ende Mai bieten sie gut 45 Konzerte an.

Konzerte ohne Publikum. Aber eben live auf der Bühne des „Pier 2“. Musiker treten auf, das „Club-100“-Team filmt – und streamt die Konzerte live via Internet. Wer den Stream sehen möchte, muss online ein Ticket dafür kaufen und bekommt dafür den entsprechenden Link. Späteres Abspielen von Aufzeichnungen soll nicht möglich sein, denn das Ganze ist ja gerade als virtuelles Pendant zum Live-Erlebnis gedacht. Nur eben digital und pandemiekonform. Bis irgendwann vielleicht auch mal wieder Publikum in den Saal gelassen werden darf.

Und das Bremer Live-Streaming kommt offenbar an. Es gab reichlich bundesweite Aufmerksamkeit. Und es gibt zahlendes Publikum, wie es in einer Zwischenbilanz des „Club-100“-Projektleiters und Clubbetreibers Olli Brock („Pier 2“, „Tower“, Konzertagentur „Hafensänger“) heißt. „Bereits mehr als 10 000 Besucher haben dem ,Club 100‘ bisher einen virtuellen Besuch abgestattet.“

Campino stellt sein Buch in Bremen vor

„Es tut einfach allen Beteiligten unglaublich gut, zu wissen, dass eine Veranstaltung auch tatsächlich stattfindet und nicht zum x-ten Mal verschoben wird. Das ist Balsam für die Seele“, so Gero Stubbe (Koopmann Concerts). Stubbe und Brock hatten „Club 100“ gemeinsam mit Julia von Wild und Victor Frei (beide vom Verband „Clubverstärker“) sowie dem Medienunternehmer und Streaming-Experten Christian Tipke (Sendefähig GmbH) auf die Beine gestellt. Insgesamt sind 40 Shows geplant.

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) hat das Projekt von Beginn an begleitet – und unterstützt. Sie ist froh darüber, dass damit ein Weg gefunden wurde, „trotz der Corona-Pandemie Live-Musik und kulturelle Veranstaltungen für viele Menschen in Bremen und außerhalb Bremens zu ermöglichen“.

„Durch sein innovatives und solidarisches Konzept hat der ,Club 100‘ bundesweit Modellcharakter“, sagt Julia von Wild. Auch beim Programm hat sich noch einmal etwas getan. So wird Campino von den „Toten Hosen“ am Freitag, 21. Mai, mit einer Lesung im „Club 100“ sein Buch „Hope Street – Wie ich einmal englischer Meister wurde“ vorstellen.

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