Ben Becker gastiert am 10. März mit dem „Ewigen Brunnen“ in der Glocke

„Stimme ist gut trainiert“

Ben Becker gastiert am 10. März in der Bremer Glocke.
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Ben Becker gastiert am 10. März in der Bremer Glocke.

Bremen - Von Jörg EsserEs ist ein Heimspiel für Ben Becker. Am Sonnabend, 10. März, gastiert er mit der Lesung „Der ewige Brunnen“ in der Glocke. Der 47-jährige Schauspieler mit der markanten Stimme wird am Piano von Yoyo Böhm begleitet. Beginn ist um 20 Uhr. Karten gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung. Wir sprachen am Telefon mit Ben Becker.

Herr Becker, Sie sind gebürtiger Bremer. Kommen Sie gerne zurück?

Becker: Ja.

Haben sie noch Verbindungen nach Bremen?

Becker: Kaum noch. Ich habe noch Onkel und Tante in Bremen. Bin aber fast nur noch beruflich da.

Zum Beispiel am 10. März in der Glocke?

Becker: Da stehe ich zum wiederholten Mal auf der Bühne.

Diesmal mit der musikalischen Lesung „Der ewige Brunnen“. Haben Sie Ihre poetische Ader entdeckt?

Becker: Ich habe so und so eine poetische Ader. „Der ewige Brunnen“ erinnert mich an meine Kindheit. An die Weihnachtsabende im Familienkreis. Daraus wurde immer etwas vorgelesen. Das macht Spaß. Und das sollen die Zuschauer spüren. Das wird ein Abend ohne Netz und doppelten Boden. Ich brauche nur einen Stuhl, einen Tisch und einen Pianisten.

Lesen Sie alles aus dem Gedichtband?

Becker: Der ist ja viel zu dick. Aber die bekannten Sachen. Goethes „Erlkönig“, Theodor Fontanes „John Maynard“, Schillers „Der Handschuh“, Heines „Die Lorelei“.

Welches ist Ihr Lieblingsgedicht?

Becker: „John Maynard“, das ist das Lieblingsgedicht von mir und meinem Vater Otto Sander.

Ist die Lesung so etwas wie Stimmtraining für Salzburg?

Becker: Stimmtraining brauche ich nicht. Meine Stimme ist gut trainiert. Die habe ich im Griff.

Aber sie spielen auch in diesem Jahr den „Tod“ in „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen?

Becker: Ja, zum vierten und letzten Mal. Eigentlich wollte ich nach drei Jahren den Sack zumachen. Aber ich habe noch ein Jahr drangehängt.

Ist der Sensenmann eine Lieblingsrolle?

Becker: Nö. Aber Salzburg ist etwas sehr Besonderes. Das muss man mögen, da gehen immer die Sommerferien bei drauf. Die Salzburger Festspiele üben eine wahnsinnige Faszination aus.

Gibt es eine andere Lieblingsrolle?

Becker: Der Franz Biberkopf aus Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“. Der steckt tief in mir. Eine gewisse Art von Liebe bringe ich aber jeder Figur entgegen. Außer den absoluten Schurken.

Gibt es ein Wiedersehen mit Dettmann und Lansky?

Becker: Wohl nicht. Schön wär’s eigentlich. Noch eine Folge im Winter. Im Schnee. Ich mag alle drei Folgen, die erste war die beste. Aber die Krimis werden ja häufig wiederholt.

Sieht man Sie demnächst in Fernsehrollen?

Becker: Da steht aktuell nichts an. Das vermisse ich auch nicht so. Ich habe im vergangenen Jahr aber einen Thriller in Berlin gedreht – „The Child“. Der kommt im Herbst ins Kino. Und ich bin in dem Streifen der einzige deutsche Hauptdarsteller.

Sie wären doch auch ein interessanter „Tatort“-Kommissar.

Becker: Es gab mal Anfragen. Ich hatte bis jetzt Muffe davor, mich zeitlich zu binden und habe gesagt: „Vielleicht später mal“. Aber vorstellen könnte ich mir das. Das sollte eine besondere Figur sein, in sich stimmig.

Sie haben im Herbst 2011 eine Biographie auf dem Markt gebracht.

Becker: Ich hab ein paar Geschichten erzählt und aufgeschrieben. In zwei Jahren Arbeit ist dann ein bisschen mehr daraus geworden. Mehr Biographie, als ich wollte. Vielleicht gibt es noch mal einen zweiten Teil.

„Beim RTL“ läuft derzeit das „Dschungelcamp“. Können Sie sich vorstellen, da mal einzuziehen?

Becker: Ich würde da ein bisschen Witz reinbringen, kein Wort reden und jede Prüfung ablehnen, damit die anderen nichts zu essen bekommen. Na ja, diese Idee habe ich meinem Agenten vorgetragen. Aber der hat’s mir verboten.

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