Steuerplus und Online-Boom

Bremer Zahlen: Statistisches Landesamt  legt Jahrbuch vor

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Rekord: 2016 wurden bremische Produkte im Wert von mehr als 20 Milliarden Euro exportiert – unter anderem auf Containerschiffen. 

Bremen - Von Jörg Esser. Die Steuereinnahmen im Land Bremen sind 2016 um 333 Millionen auf 3,05 Milliarden Euro gestiegen. Dazu zählen etwas mehr als 100 Millionen Euro Grunderwerbssteuer, 67 Millionen Euro Erbschaftssteuer und 20 Millionen Euro Biersteuer. Das geht unter anderem aus dem neuen Statistischen Jahrbuch hervor. Darin wird das kleinste Bundesland in 22 Kapiteln auf mehr als 300 Seiten, 200 Tabellen und 70 Grafiken in Zahlen und Fakten zerlegt.

Das Land Bremen ist 41. 995  Hektar groß und hatte Ende 2015 insgesamt 671. 489 Einwohner, 9. 601 mehr als zu Jahresbeginn. Davon lebten 557 .464 in der Stadt Bremen (auf 32. 618 Hektar) und 114. 025 in Bremerhaven (auf 9 .337 Hektar). 109 .117 der Bremer Bürger sind Ausländer, davon stammen 23. 900  aus der Türkei, 9. 282 aus Polen, 8.129 aus Syrien und 7. 309 aus Bulgarien.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist deutlich gestiegen – am 30. Juni 2016 waren es laut Statistik 319.041, darunter 139. 895 Frauen. 134. 767 der Arbeitnehmer in Bremen und Bremerhaven sind Einpendler, davon kommen 117 .810 aus Niedersachsen und davon wiederum die meisten aus den Landkreisen Cuxhaven (21. 574), Osterholz (21. 257), Diepholz (20. 249) und Verden (15. 415).

Umsatzplus im Einzelhandel

Der bremische Einzelhandel verzeichnete 2016 bei abnehmender Beschäftigung (minus 1,5 Prozent) ein Umsatzplus von 1,9 Prozent. Einen Boom gibt es im „Einzelhandel außerhalb von Verkaufsräumen“, sprich im Onlinehandel mit einem Umsatzplus von 10,9 Prozent und einem Beschäftigungsplus von 5,1 Prozent.

Vom Netz auf die Straße: Mehr als 290. 000 Personenkraftwagen waren am 1. Januar 2017 in Bremen zugelassen, darunter 192. 600 Benziner, 92 .200 Dieselfahrzeuge, 263 Elektro- und 1 283 Hybridautos. Bei 22. 261 Unfällen im Straßenverkehr (minus 134) wurden im Jahr 2016 insgesamt 3 .413 Personen (minus 179) leicht sowie 402 (minus 24) schwer verletzt. Die Zahl der Verkehrstoten sank von 17 auf 13.

Weiter geht’s durch den Zahlendschungel – hinein in den Wohnungsbau. Für 2.330 neue Wohnungen in neu errichteten Häusern wurde 2016 eine Baugenehmigung erteilt, davon für 1. 907 in Bremen. Zudem wurden 1 .602 Wohnungen in 528 Neubauten fertiggestellt, davon 1.459 in Bremen. Mehr als ein Viertel sind Einfamilienhäuser.

Die Landwirtschaft spielt in Bremen eine Nebenrolle. Die Nutzfläche ist seit 2013 um 402 auf 8 .052 Hektar gesunken. Der Löwenanteil entfällt auf Dauergrünland mit 6.409 Hektar. Die Zahl der Rinderschlachtungen ist 2016 um mehr als 8 .000 Tiere gestiegen, deren Schlachtmenge um knapp 2. 700 Tonnen.

 7.570 böse Buben und Mädel

Die bremischen Gerichte verurteilten 7 .570 böse Buben und Mädel. Mehr als die Hälfte davon war bereits vorbestraft. Die häufigsten Delikte waren den Angaben zufolge Betrug und Untreue, Diebstahl sowie Straftaten im Straßenverkehr. In den 14  Bremer Krankenhäusern gab es im Jahresdurchschnitt 5.184 Betten. Mit mehr als 1,5 Millionen Belegungstagen lag die Auslastungsquote bei fast 80 Prozent. Die Zahl der berufstätigen Ärzte im kleinsten Bundesland lag bei 4. 044.

Der Güterverkehr in der Binnenschifffahrt ist gestiegen: 2016 wurden rund drei Prozent mehr umgeschlagen. Und: Noch nie wurden mehr bremische Produkte exportiert – mit Waren im Wert von mehr als 20 Milliarden Euro wurde ein neuer Rekord erzielt. Die Bremer Ausfuhren nach Ostasien beispielsweise haben sich im vergangenen Jahrzehnt mehr als vervierfacht und liegen jetzt bei 2,3 Milliarden Euro.

Gedruckte Ausgaben des Statistischen Jahrbuchs 2017 zum Preis von 19 Euro (plus Versandkosten) sind ab Januar erhältlich. Bestellungen werden ab sofort beim Statistischen Landesamt (An der Weide 14-16, 28 195 Bremen, Telefon: 0421/361 6070) entgegengenommen.

Kostenfreier Download unter:

www.statistik.bremen.de

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