Roncalli kommt mit dem neuen Programm von „Circus meets Classic“ ins Musicaltheater

„Sternenzauber“ zu Weihnachten

Svetlana Gonscharenko vor ihrer Sandmalerei.

Bremen - (gn) · Mehr als 16 000 Menschen sahen Ende vergangenen Jahres im Bremer Musicaltheater die „Winterträume“ von Roncalli in der Reihe „Circus meets Classic“. Alle Shows waren komplett ausverkauft, viele Fans bekamen keine Karten mehr. Dieser Erfolg spornte Roncalli-Chef Bernhard Paul an. Und so kommt er kurz vor Weihnachten mit dem neuen Programm „Sternenzauber“ wieder.

Dieses Programm wird speziell fürs Musicaltheater zusammengestellt, wie Paul betonte. Zu sehen ist „Sternenzauber“ im Richtweg vom 22. Dezember bis zum 2. Januar – und damit immerhin zwei Tage länger als im vergangenen Jahr. Da war Silvester Schluss, eine Verlängerung ausgeschlossen. Der Vorverkauf läuft gut, sagte gestern eine Sprecherin des Theaters. Noch gibt es für alle Vorstellungen Tickets, Silvester wird es allerdings schon eng, hieß es.

In der Reihe „Circus meets Classic“ verbindet Paul die Klänge eines großen Symphonieorchesters mit der Zirkus-Welt. In Bremen spielt die Norddeutsche Hanse Philharmonie (Leitung Alexander Mottok) gemeinsam mit der Roncalli-Band unter Georg Pommer. Der Roncalli-Direktor will die Zuschauer zum Träumen, Lachen und Staunen bringen, will Witz, Poesie, Traum und Komik vereinen. Den roten musikalischen Faden wird Sängerin Christine Gogolin legen, die in „dramatischen Kostüm-Kreationen“ des Modeschöpfers Alfredo Pauly, so wird zumindest versprochen, die schönsten Opernarien präsentiert.

Victor vom Duo Minasov im Gummiball.

Erstmals zeigt Roncalli Svetlana Gonscharenko. Sie steht vor einem Leuchtkasten, blickt auf die Glasplatte, nimmt eine Hand voll Pudersand und streut sie auf eine von unten beleuchtete Scheibe aus Milchglas. Was dann folgt, ist für den Betrachter ein ganz besonderes optisches Abenteuer, das sich Sandmalerei nennt. Eine einzigartige künstlerische Ausdrucksform, die mit Licht, Sand und Musik eine Atmosphäre wiederbelebter Phantasien erzeugt. Sandmalerei gehört zu den populärsten Genres der Varietékunst und ist laut Bernhard Paul wie geschaffen für das neue Programm „Sternenzauber“. Während die Künstlerin mit einer atemberaubenden Schnelligkeit ihre Finger durch den Sand gleiten lässt, entstehen Bilder, die für den Betrachter den Eindruck erwecken, dass die jeweilige Idee der Künstlerin zeitgleich als Bild erscheint. Das Publikum wird Zeuge, wie in nur wenigen Sekunden ein komplettes Bild entsteht, ein Bild aus einem anderen erwächst. Dabei wird die Abfolge der Motive häufig so schnell umgesetzt, dass alles einem Film gleicht. Mit Hilfe eines Spachtels und eines Minibesens entstehen Kunstwerke, die nur wenige Sekunden überdauern – Geschichten aus Pudersand.

Freuen dürfen sich die Zuschauer auch auf das Duo Minasov, das schon bei Roncalli und gerade vor kurzem bei der ZDF-Show von Carmen Nebel aus der Bremen-Arena zu sehen war. Elena und Victor ziehen sich derart schnell um, dass es einem die Sprache verschlägt. Weitere Highlights sind der 20-jährige Alan Sule mit seinen kleinen Bällen und „Remi Martin“ am „Chinesischen Mast“. Elena & Dmitri haben sich der klassischen Schule der „Kunst am Trapez“ verschrieben. Als lebende Marionette will Andrey Romanowski für ganz eigensinnigen Humor sorgen. „Les Frères Taquin“ (die sich neckenden Brüder) sowie Jan van Dyck und sein Partner Frankie-Boy, die sich mit Geige, Notenständer und Hosenträger bewaffnet haben, runden das Programm ab.

· Roncallis „Sternenzauber“ ist vom 22. Dezember bis 2. Januar 2011 im Musicaltheater am Richtweg zu sehen. Karten für 39 bis 64 Euro gibt es in den Geschäftsstellen unserer Zeitung. Silvester schließt sich eine Party mit einem Glas Sekt, DJ und Feuerwerk an. Die Silvester-Tickets samt Show kosten ab 64 Euro. Vor oder nach „Sternenzauber“ kann dann ein Essen/Büfett gebucht werden unter 0421/32 60 48.

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