Verkehrsknotenpunkt ist Unfallschwerpunkt

„Stern“ soll sicherer werden

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Am „Stern“ kommen sich die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer häufig zu nahe, nun soll der Knotenpunkt – mal wieder – übersichtlicher und damit sicherer werden. Anvisierter Beginn des Umbaus: Frühjahr 2017.

Bremen - Von Viviane Reineking. Auf der Liste der Unfallbrennpunkte in der Bremer City stand er zuletzt wieder ganz oben: Am „Stern“, viel genutzter Verkehrsknotenpunkt in Schwachhausen, kracht es regelmäßig. Damit die Zahl der Unfälle zurückgeht, soll der bei vielen Verkehrsteilnehmern gefürchtete Kreisel ab dem Frühjahr 2017 neu gestaltet werden.

Autos, Busse, Straßenbahnen, Fahrräder und Fußgänger – hier treffen sie alle aufeinander. 25.000 motorisierte Fahrzeuge nutzen den „Stern“ am Tag, 5500 Fahrradfahrer wurden innerhalb von 24 Stunden gezählt. Dazu durchqueren 500 Straßenbahnen den Kreisel täglich. Nicht selten kommen sich die Verkehrsteilnehmer dabei in die Quere.

Um ihre Sicherheit zu erhöhen, soll der Knotenpunkt im kommenden Jahr für rund 640.000 Euro umgebaut werden – für etwa doppelt so viel, wie in ersten Kostenschätzungen vor drei Jahren angenommen wurde, so Martin Stellmann vom Bremer Amt für Straßen und Verkehr (ASV). Grund seien Änderungen „im Zuge der Planungskonkretisierung“, so Stellmann. So habe etwa die Barrierefreiheit im Kreisverkehr die Umbaukosten erhöht.

Vor allem für Autofahrer, die den Kreisel in eine der sechs Straßen verlassen wollen, ist die Verkehrssituation extrem unübersichtlich, sie übersehen immer wieder Radfahrer, die nicht selten zu flott unterwegs sind. Eine vor drei Jahren durchgeführte verkehrspsychologische Untersuchung hatte unter anderem ergeben, dass der Bereich für Autofahrer einfacher und übersichtlicher gestaltet werden müsse.

Sperrflächen werden fünf Meter breit

Auf Basis der Studie wird der Kreisverkehr nun verändert, und zwar so, dass Autofahrer beim Ausfahren den Radweg besser einsehen können. Dafür sorgen sollen von zwei auf fünf Meter verbreiterte Sperrflächen, die sich nach innen hin an den Radweg anschließen. Autofahrer verlassen den Kreisel auf diese Weise beinahe rechtwinklig zur Fahrbahn und sehen – so die Hoffnung der Stadtplaner – die Zweiräder früher als bisher. Außerdem würden durch die Sperrflächen Haltemöglichkeiten für die Abbieger geschaffen, die so den nachfolgenden Verkehr weniger behindern.

Der Radweg wird rot markiert, bleibt nach Angaben von Grit Gerber, im Verkehrsressort zuständig für das Projekt, bei einer Breite von zwei Metern. Die Fahrbahnbreite dagegen schrumpft auf fünf Meter, soll nur noch einspurig befahren werden. Auf gleicher Höhe schließt sich nach innen hin eine ein Meter breite farbige Pufferzone an. Sie lasse Raum für die sogenannten Schleppkurven von Schwerlastverkehr und Gelenkbussen. Der Innenkreis werde aufgrund der vergrößerten Sperrflächen dagegen schrumpfen. Die Umgestaltung macht laut Stellmann eine Erneuerung der gesamten Fahrbahndecke erforderlich. Außerdem müsse die Entwässerung der vergrößerten Verkehrsfläche sowie der neu gestaltete Kreisel in der Höhe an die abgehenden Straßen angepasst werden.

Bis Ende Juli 2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, so jedenfalls sieht es der Zeitplan in einer Vorlage für die Baudeputation vor, die das Projekt beschlossen hat. Bremen bekommt bei der Finanzierung Unterstützung vom Bund: Aus einem Programm für kommunale Verkehrsprojekte gibt es Mittel in Höhe von 480.000 Euro. Auf den Verkehrsfluss hat der Umbau nach Angaben von Gerber übrigens keinen Einfluss: „Die Leistungsfähigkeit wird sich nicht verändern.“

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