„Stephanitor“: Sechs packhausähnliche Gebäude entstehen an der Schlachte

„Ein robustes Ganzes“

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So soll es zukünftig aussehen: Sechs versetzte packhausähnliche Gebäude bilden das „Stephanitor“.

Bremen - Von Jörg Esser. In Bremen entsteht ein neues Wohnquartier – zentrumsnah, an der Schlachte, auf dem Areal der ehemaligen Stephani-Schule. Mit dem Projekt „Stephanitor“ werden 91 Wohnungen in sechs neuen Gebäuden gebaut, die an die Form traditioneller Packhäuser erinnern. Das Projektvolumen wird auf 36 Millionen Euro beziffert.

Bauherr am „Stephanitor“ ist das Bremer Unternehmen Tektum Holding. Und das lässt jene sechs Wohngebäude mit bis zu sechs Geschossen errichten. Ein entsprechender Kaufvertrag für das Areal ist mit der Stadt Bremen besiegelt worden. Und in einem Architektenwettbewerb hat sich das Bremer Büro Hilmes Lamprecht BDA durchgesetzt. Der Projektstart ist für Mai vorgesehen. Zunächst wird mit dem Abriss des Schulgebäudes begonnen. Bis Herbst 2018 soll das neue Quartier fertiggestellt sein.

„Hier entsteht ein Projekt mit ganz eigener Identität“, sagt Jens Lütjen, geschäftsführender Gesellschafter des Bremer Immobilienunternehmens RobertC.Spies, das die Wohnungen vermarktet. Die Planer sprechen von einem „attraktiven Blickfang“ an der Weserpromenade. Senatsbaudirketorin Prof. Iris Reuther sagt, das Bild der historischen Altstadt werde mit zukunftsfähigen Ansprüchen verknüpft. Architektin Ebba Lamprecht betont die „hohe freiräumliche Qualität“ der sechs unterschiedlich großen Gebäude mit Doppelgiebeln. „Das wird ein robustes Ganzes.“

Zu den Fakten: In fünf der sechs Gebäude entstehen insgesamt 67 Eigentumswohnungen mit Terrassen, Balkonen und Loggien, die von 83 bis 219 Quadratmeter groß sind und „einen freien Blick auf die Weser“ bieten. Das sechste Gebäude ist für den sozialen Wohnungsbau reserviert. Hier sind 24 „Mikro-Appartements“ mit einer Wohnfläche von jeweils rund 30 Quadratmetern geplant. Die sechs Gebäude werden versetzt angeordnet. Das soll für offene Blickachsen und freie Grünzonen sorgen. „Das gesamte Stephaniviertel rückt näher an die Weser“, sagt Lütjen. Das „Stephanitor“ erhält zudem eine Tiefgarage mit 85 Stellplätzen, die an jedes der sechs Häuser barrierefrei angebunden ist.

Die exponierte Lage fordert ihren Preis. Der beginnt bei 3200 Euro pro Quadratmeter (für die „Mikro-Appartements“). Lütjen sagt: „Das Preisniveau liegt etwas oberhalb der Überseestadt und des Stadtwerders.“ Die Erfahrungen, die bei der Entwicklung jener beiden wassernahen Großprojekte und bei der Bebauung des Teerhofs gesammelt wurden, seien in die Planung des „Stephanitors“ eingeflossen, fährt Lütjen fort. „Das Projekt ist eine Evolution.“

Der Vermarktungsstart steht unmittelbar bevor. Und zur Zielgruppe zählt der Spies-Chef durchaus jene Leute, die aus dem Umland zurück zum „urbanen Leben“ in die Stadt ziehen wollen.

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