25 und 26 statt 5, 6, 7, 9 und 15

Vor 50 Jahren fuhr zum letzten Mal eine Straßenbahn durch Findorff

Eine Straßenbahn der Linie 6 in der Hemmstraße in Findorff – ein Bild, das längst Geschichte ist.
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Eine Straßenbahn der Linie 6 in der Hemmstraße in Findorff – ein Bild, das längst Geschichte ist.

Bremen - 5, 6, 7, 9, 15. Das waren sie, die Straßenbahnlinien, die im Laufe ihrer Geschichte durch den Bremer Stadtteil Findorff gefahren sind. Ein Kapitel bremischer Verkehrsgeschichte, das vor nunmehr 50 Jahren endete. Denn Mitte 1967 fuhr zum letzten Mal eine Bahn durch Findorff.

Es war die Linie 6, die auf ihrem Schienenweg über die Eickedorfer Straße, die Hollerallee und die Gustav-Deetjen-Allee zum Hauptbahnhof fuhr – und dann weiter über Brill, Langemarck- und Pappelstraße bis zu ihrer damaligen Endstation in der Neustadt (Gastfeldstraße, Ecke Kirchweg).

Es sah also deutlich anders aus als heute, das Schienennetz der Bremer Straßenbahn AG (BSAG). Findorff war damals schon seit vielen Jahrzehnten auf Schienen erreichbar gewesen. So nutzte die Hamburger Eisenbahn von 1873 bis 1889 die Trasse im Zuge der heutigen Eickedorfer Straße und hatte etwa in Höhe der Stadthalle (ÖVB-Arena) einen eigenen Haltepunkt, den Venloer Bahnhof. Ab dem Jahr 1900 (und bis 1954) wurde dieser Weg von der schmalspurigen Kleinbahn „Jan Reiners“, die bis nach Lilienthal und Tarmstedt fuhr, genutzt.

Am 6. August 1913 kam die Anbindung an das Bremer Straßenbahnnetz: Die neu eingerichtete Linie 9 fuhr von der Hemmstraße über Admiralstraße, Breitenweg, Hauptbahnhof, Dobben und Sielwall bis zur St.-Jürgen-Straße. Die zügige Erweiterung der Bremer Wohngebiete vor dem Ersten Weltkrieg sorgte für Findorffs Anschluss an Straßenbahnnetz. Die Endstelle lag an der Hemmstraße. 1927 kam bei einer Neuordnung des Liniennetzes das Aus für die Linie 9. Findorff wurde fortan von den Straßenbahnlinien 5 und 6 im Ringverkehr erschlossen. Zur Verstärkung gab es noch die Linie 15. 1952 kam die Linie 7 hinzu. In den 60er Jahren wurde Findorff peu à peu aus dem Bahnliniennetz genommen. Er erschien sinnvoller, den Stadtteil per Bus zu versorgen. Die Busse der Linien 25 und 26 ersetzten hier die Straßenbahnen.

kuz

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