Jugendorchester „Izivunguvungu“ zählt zu den elf Bands bei der „Musikschau“

Starker Wind aus Südafrika

Jugendliche des „Izivunguvungu“-Projekts gaben gestern vor Pressevertretern im Foyer der ÖVB-Arena eine musikalische Kostprobe ihres Könnens ab. ·
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Jugendliche des „Izivunguvungu“-Projekts gaben gestern vor Pressevertretern im Foyer der ÖVB-Arena eine musikalische Kostprobe ihres Könnens ab. ·

Bremen - Von Jörg Esser„Alle, die für die Show wichtig sind, sind zumindest auf der Anreise.“ Rolf Reimers, Geschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Organisator der „Musikschau der Nationen“, wirkt entspannt. Die 48. Auflage des Blasmusikfestivals kann kommen. Premiere ist morgen, am Donnerstag. Und ein starker Wind aus Südafrika wehte schon gestern durch die Messehallen.

Die Jugendmusikgruppe „Izivunguvungu“ der „South African Navy Band“ gab vor Presseleuten schon einmal ein kleines Ständchen. Und „Izivunguvungu“ heißt so viel wie „starker Wind“, sagt Mike Oldham, früherer Leiter des Marineorchesters, der das Projekt für Jugendliche aus dem Township bei Simon’s Town (Kapstadt) entwickelt hat. 22 Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren sind mit Instrumenten und Musikstücken im Gepäck in Bremen angekommen. Für fast alle von ihnen ist es die erste Reise ins Ausland und damit ein Abenteuer. Reimers spricht von „erlebbarer Völkerverständigung“. Oldham sagt: „Im Vordergrund des Projektes steht, dass die Kinder und Jugendlichen nach der Schule und in den Ferien eine sinnvolle Beschäftigung haben, so dass sie nicht auf die schiefe Bahn geraten.“

Die jungen Südafrikaner jedenfalls wollen bei der „Musikschau“ in der ÖVB-Arena starken Wind entfachen. Das wird ihnen auch gelingen. Und sie stehen ja auch nicht alleine auf der Bühne. Rund 600 Musiker sind beim laut Veranstalter „größten Blasmusik-Festivals Europas“ mit von der Partie. Elf Bands aus acht Nationen hat Reimers an die Weser gelotst.

Neben den Jugendlichen vom Kap sind auch die „Hong Kong Police Band“, das Marineorchester aus Südkorea sowie die Formation „Musique de l‘Arme Blindée Cavalerie“ aus Frankreich erstmals in der Hansestadt dabei. Das Feld komplettieren mit der „US Army Band Europe“, dem Militär orchester Oberösterreich und dem niederländischen Orchester „Fanfare Korps Nationale Reserve Koninklije Landmacht“ gute alte Bekannte. Schließlich vertreten das Marinemusikkorps Nordsee, die Motorradsportgruppe der Berliner Polizei, das Landesspielleutekorps des niedersächsischen Musikverbandes und „The Owl Town Pipe & Drum Band“ aus Peine die deutschen Farben. Musikalischer Leiter des Festivals ist Major Martin Wehn vom Luftwaffenmusikkorps der Bundeswehr in Karlsruhe. Er ersetzt Fregattenkapitän Lutz Bammler vom Marinekorps Nordsee, der derzeit in Afghanistan ist. Die Marine-Musiker führt in diesem Jahr Kapitänleutnant Tobias Terhardt in die Arena. Als Moderatoren der Show fungieren Norbert Kuntze und Heidi Jürgens.

Rolf Reimers ist zum 23. Mal Organisator der „Musikschau“. Und damit auch zum letzten Mal, da er Ende Juli als Volksbund-Geschäftsführer in Ruhestand geht. Das Blasmusikfestival bleibt aber in Familienhand. Reimers’ Frau Isa Nolle wird Organistaionschefin.

Nach der morgigen Premiere gibt es weitere Aufführungen der „Musikschau der Nationen“ am Freitag, 26. Januar, und am Sonnabend, 27. Janaur, jeweils um 14.30 und um 19.30 Uhr, sowie am Sonntag, 28. Januar, um 14.30 Uhr. Karten gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

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