Extragebühr für Pappbecher

Starbucks wird für viele teurer: Grund ist der Umweltschutz

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Beim Kaffee-Haus Starbucks steigen ab sofort die Preise. Grund: Der Kampf für mehr Mehrwegbecher.

Starbucks-Getränke in Bremen werden ab sofort teurer – zumindest für alle, die ihr Heißgetränk im Einweg-Pappbecher mitnehmen wollen. Wie die US-Kette mitteilt, fällt für die To-Go-Becher ab sofort deutschlandweit eine Extragebühr von fünf Cent an. Dahinter steckt eine besondere Idee.

Bremen - Ab dem 7. Januar zahlen Gäste bei Starbucks nicht nur in Bremen sondern bundesweit eine neue Bechergebühr, wie der US-amerikanische Kaffee-Anbieter in einer Pressemitteilung bekanntgibt. Bereits am 5. November hatte Starbucks einen Testlauf mit einer Bechergebühr in Hamburg und Berlin gestartet. Das Ergebnis dort war eindeutig: Im Zeitraum von rund acht Wochen war in den teilnehmenden Kaffee-Häusern ein deutlicher Anstieg der Bestellungen im Mehrwegbecher zu verzeichnen.

Damit dürfte die Idee von Starbucks aufgehen: Die Kaffee-Kette will mehr Gäste motivieren, auf Mehrweg zu setzen. Es ist ein Kampf gegen die zunehmende Flut an Einweg-Pappbechern. „Die Bechergebühr ist der richtige Schritt, um noch mehr Gäste zu motivieren, ihr Getränk im Mehrwegbecher zu genießen“, so Kai Bordel, Managing Director Starbucks Germany. „Es ist unser erklärtes Ziel, die Anzahl an Pappbechern zu reduzieren. Die Bechergebühr erweist sich hier als wirkungsvolle Ergänzung zu unseren Rabattangeboten“, heißt es weiter in der Mitteilung des Kaffee-Anbieters.

Kaffee-Kette Starbucks will Mehrwegbecher fördern

Bereits seit Gründung des ersten Kaffee-Hauses in Deutschland bietet Starbucks Gästen, die sich ihr Getränk im Mehrwegbecher servieren lassen, 30 Cent Rabatt. Während der Testphase in Hamburg und Berlin stieg der Anteil an Bestellungen, die in mitgebrachte wiederverwendbare Kaffee-Becher ausgegeben wurden, von rund 2,5 Prozent auf 6 Prozent, heißt es. Wie sich der Vorstoß jetzt in Städten wie Bremen auswirkt, muss sich noch zeigen.

Alle Beträge, die Starbucks über die Bechergebühr einnimmt, will das Unternehmen nach eigenen Worten vollständig an den WWF und dessen Projekte zur Bekämpfung von Plastikmüll spenden. „Wir haben den Testlauf der Bechergebühr mit Spannung verfolgt und sind von den vielversprechenden Ergebnissen positiv überrascht“, sagt Bernhard Bauske, Projektkoordinator des WWF Deutschland, über Starbucks Kampf für Mehrwegbecher. „Wir wollen aber, dass noch deutlich mehr Menschen wiederverwendbare Becher nutzen – und die Bechergebühr zeigt hier erkennbar Wirkung.“

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