Weserbrücke vor der Sanierung / Autobahn Richtung Hamburg wird ab 31. Juli halbseitig gesperrt

Stahlbeton, Kunststoff, Gussasphalt

Auf der Weserbrücke der A 1 zwischen Arsten und Hemelingen rücken Ende Juli die Bauarbeiter an.

Bremen - Autofahrer dürfen sich „freuen“: Ab Ende Juli kommt eine neue Baustelle auf sie zu. Und damit voraussichtlich ein neuer Stau, denn die Baumaßnahme betrifft die Weserbrücke auf der Autobahn 1 Richtung Hamburg.

Beginn der Arbeiten: am Freitag, 31. Juli. Knackpunkt: Alle drei Spuren gen Hamburg und die so wunderbare Abbiegespur nach Hemelingen werden komplett gesperrt. Stattdessen müssen sich die Verkehrsteilnehmer die Fahrbahnen Richtung Osnabrück teilen. Das bedeutet konkret: Für beide Fahrtrichtungen stehen dann nur jeweils zwei Spuren zur Verfügung.

Bis voraussichtlich 1. November werden sich Auto-, Krad- und Brummifahrer durch dieses Nadelöhr quälen müssen – bevor sie an anderer Stelle der A 1 erneut in Bauarbeiten steckenbleiben.

Und Martin Ernsing, Abteilungleiter für den Brücken- und Ingenieurbau im Amt für Straßen und Verkehr (ASV), macht den Verkehrsteilnehmer so richtig „Hoffnung“ aufs nächste Jahr. Dann soll die etwa 280 Meter lange Weserbrücke in Gegenrichtung saniert werden.

Grund für die Arbeiten ist seinen Worten zufolge, dass an einigen Stellen Feuchtigkeit und schädliche Tausalze in die tragende Konstruktion der Bauwerke eingedrungen sind und die Abdichtungen beschädigt haben. Um Ausbreitung und Folgeschäden zu vermeiden, müssten die Abdichtungen der Brücke und der Fahrbahnbelag jetzt saniert werden, sagte Ernsing gestern. „Würden wir diese Arbeiten jetzt nicht zeitnah in Angriff nehmen, wäre infolge der Spurrinnen die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben. Außerdem würden in den nächsten Jahren Schäden an dem Bauwerk entstehen, die die Standsicherheit und die Dauerhaftigkeit der Brücke beeinträchtigen würden“, betonte er.

Den Angaben nach besteht die Abdichtung der Brücke aus mehreren Lagen unterschiedlicher Materialien, die als Gesamtsystem komplett ersetzt werden müssen. Auf die Fahrbahnplatte aus Stahlbeton werden nach dem Abfräsen der schadhaften Betonoberfläche Kunststoffe aufgebracht. Darauf folgen nach Aushärtung eine Bitumenschweißbahn und eine vier Zentimeter dicke Guss-asphaltschutzschicht. Doch damit nicht genug, zu guter Letzt ist eine drei Zentimeter dicke Verschleißschicht, ebenfalls aus Gussasphalt, an der Reihe.

Einen Hauptteil der Arbeiten machen laut Ernsing Flächenvorbereitung und Abdichtung der Fahrbahn mit Kunststoffen aus. Die Verarbeitung dieser Stoffe sei stark witterungsabhängig und könne aufgrund der Taubildung über der Weser nicht in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden ausgeführt werden. Um die Maßnahme dennoch zügig durchzuziehen, wird zwölf Stunden am Tag gearbeitet, heißt es. Die Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro trägt der Bund.

Die Brücke stammt aus dem Jahr 1963, seit 1977 ist sie sechsspurig. Die letzte große Sanierung – aus dem gleichen Grund wie jetzt – fand 1991 statt. Alle 15 bis 20 Jahre sei das fällig, so Ernsing.

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