Auszeichnung

Stahl-Stratege: Jan-Oliver Buhlmann ist Bremens „Unternehmer des Jahres“

Der Preisträger hält das Steuerrad – von links gesehen: Klaus Windheuser (Sparkasse), Bremens „Unternehmer des Jahres“ Jan-Oliver Buhlmann und Michael Kleine, Regionalvorsitzender des Verbands „Die Familienunternehmer“.
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Der Preisträger hält das Steuerrad – von links gesehen: Klaus Windheuser (Sparkasse), Bremens „Unternehmer des Jahres“ Jan-Oliver Buhlmann und Michael Kleine, Regionalvorsitzender des Verbands „Die Familienunternehmer“.

Bremen – „Stahl steckt schon in meiner DNA“, sagt Jan-Oliver Buhlmann (39). Ein Heavy-Metal-Fan? Nein, ein Stahlhändler. Der geschäftsführende Gesellschafter der Buhlmann-Gruppe ist am Donnerstag als Bremer „Unternehmer des Jahres“ ausgezeichnet worden.

Das geschah vor Corona im Rahmen einer Gala mit 550 Gästen. Jetzt hielten die Sparkasse und die Verbände „Die Familienunternehmer“ und „Die Jungen Unternehmer“ es kurz – das symbolische Steuerrad wurde in kleinerer Runde in den Räumen der „Havanna Lounge“ übergeben. „Die Auszeichnung macht mich stolz und ist eine Bestätigung unserer strategischen Ausrichtung“, sagte Buhlmann, Berg-Liebhaber und Vater von vier Kindern. Und er verwies auf das Engagement seiner Mitarbeiter.

Die Buhlmann-Gruppe ist ein international aktives Handelshaus für Stahlrohre, Rohrverbindungsteile und Rohrzubehör. Das Unternehmen mit Hauptsitz am Arberger Hafendamm in Bremen beschäftigt an weltweit 22 Standorten etwa 750 Mitarbeiter, 120 davon in der Hansestadt. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von 319 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern gab Buhlmann am Donnerstag mit 6,5 Millionen Euro an; in diesem Jahr werde es deutlich mehr.

Volles Lager schafft Verlässlichkeit

Trotz Corona, trotz steigender Stahlpreise? Nun, Buhlmann hat hier einen entscheidenden Vorteil – der Vollsortimenter setzt aus Prinzip auf volle Lager. Das bindet zwar Kapital, aber so hat das Unternehmen verlässlich Ware verfügbar. Dafür sei Buhlmann bekannt, so der Preisträger.

Buhlmanns Großeltern haben das Unternehmen 1945 gegründet, damals mit Blick auf die Werften. Die Schwerpunkte haben sich im Lauf der Jahrzehnte wieder und wieder geändert. „Wir müssen aus einer traditionellen Branche – dem Stahlhandel – heraus immer versuchen, mit Innovationen nach vorn zu gehen“, so Jan-Oliver Buhlmann. Heute kommen die Kunden seines Hauses aus der Energiewirtschaft, der Petrochemie, der Chemie-, Öl- und Gasindustrie sowie aus dem Schiff- und Maschinenbau. „Stahlrohre und das Zubehör in unterschiedlichster Beschaffenheit sind weltweit essenzielle Bestandteile von Konstruktionen, auch wenn diese in den meisten Fällen nach außen unsichtbar bleiben“, so der Bremer „Unternehmer des Jahres“, der unter anderem in China gearbeitet hat, bevor er ins Familienunternehmen einstieg.

Wachstum durch strategische Zukäufe

In den Lagern der Buhlmann-Gruppe sind etliche Arbeitsgänge automatisiert und digitalisiert worden. „Das machen wir nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern vor allem auch mit dem Ziel, die Tätigkeiten für die Beschäftigten interessanter zu gestalten.“ Die Jury, die Buhlmann unter insgesamt acht Vorschlägen auswählte, würdige neben der Technologie-Orientierung und der Familienfreundlichkeit (Eltern-Kind-Büro) des Unternehmens vor allem auch dessen Strategie.

Unter der Verantwortung des Preisträgers seien „erstmals in der Unternehmensgeschichte – und seitdem kontinuierlich – neben dem organischen Wachstum strategische Zukäufe getätigt“ worden. Die Zukäufe hätten „die hervorgehobene Marktstellung weiter ausgebaut“. Die Buhlmann-Gruppe hat inzwischen 25 Tochtergesellschaften sowie fünf Unternehmensbeteiligungen.

Mit der Auszeichnung „Unternehmer des Jahres“ solle auch der unternehmerische Gedanke gefördert werden, so Klaus Windheuser, Mitglied des Vorstands der Sparkasse. „Unternehmertum hat viel mit hanseatischer Tradition zu tun, aber es wird nicht immer in dem Maße wertgeschätzt, wie es sein sollte.“ Und: „Mittelständler und Familienunternehmer denken nicht in Quartalsberichten oder in den Laufzeiten von Manager-Verträgen. Sie denken langfristig, manchmal in Generationen.“

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