Stadtmusikanten und Segelschiff sollen für Bremen und Bremerhaven werben

Zwei Markenzeichen

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Wirtschaftssenator Martin Günthner (l.) und Klaus Sondergeld, Geschäftsführer für Standortmarketing bei der Bremer Wirtschaftsförderung. Im Hintergrund das modifizierte Logo, das ab Sommer online gestellt werden soll.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Schokolade, Waschmittel, Bundesligaclubs – kaum etwas, das heute nicht als Marke präsentiert und beworben wird. Auch Städte und Bundesländer zählen dazu. Zu einer Marke gehören unverwechselbare Erkennungszeichen, gern „Logos“ genannt. Bremen und Bremerhaven haben ihre aufeinander abgestimmten Logos jetzt modifiziert.

In der stets gern hochgreifenden Sprache der Marketingfachleute ist von einer „Markenarchitektur“ die Rede. Das Thema wird so hochgehängt, dass sich dieser Tage sogar der Senat damit beschäftigte – und die neue „Markenarchitektur“ beschlossen hat. „Ein authentischer und freundlicher Auftritt, der die bisherigen Linien konsequent weiterentwickelt“, jubilierte Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner (SPD) anschließend.

Was verbinden Menschen außerhalb (und innerhalb) Bremens und Bremerhavens mit Bremen und Bremerhaven? Keine Frage – für Bremen stehen die Stadtmusikanten, für Bremerhaven (unter anderem): Schiffe. Nur konsequent also, die Stadtmusikanten für Bremen werben zu lassen. Und ein stolzes Segelschiff für Bremerhaven.

Senator Günthner: „Der Markenauftritt gewinnt deutlich an Kraft und Flexibilität, strahlt Selbstbewusstsein aus und setzt mit Stadtmusikanten und Segelschiff auf authentische und bekannte Symbole.“ Das Institut für integriertes Design an der Hochschule für Künste („i/i/d“) hat die bremische „Markenarchitektur“ in den vergangenen Monaten grundlegend überarbeitet, um nicht zu sagen: teilweise neu aufgebaut.

Und so wird der neue Look erklärt: „Ausgehend von der Bremer Speckflagge setzt sich das Markenzeichen künftig aus einem roten Quadrat und einem in der Länge variablen roten Rechteck zusammen. Das Quadrat dient der Aufnahme der Bildmarke beziehungsweise des Logos (‚Logobox‘), das Rechteck der Aufnahme eines maximal dreizeiligen Textes (‚Textbox‘).“ Wechselnde Text sollen „die Vielseitigkeit Bremens“ darstellen.

Plakate, Anzeigen, Prospekte – dort treten Bremen und Bremerhaven fortan so auf. Allein die amtliche Absendermarke für behördliche Schreiben bleibt unverändert und führt auch in Zukunft den stilisierten Bremer Schlüssel. Das Knöllchen für Falschparker etwa kommt also ohne Stadtmusikanten.

Das neue Markendesign gilt natürlich auch im Internet. „Die neue, barrierefreie Gestaltung zeigt einen zeitgemäßen, bremischen Auftritt“, heißt es im Rathaus.

Und: „Um die Wiedererkennbarkeit der standortwerblichen Printkommunikation Bremens zu erhöhen und die Übereinstimmung zwischen Offline- und Online-Kommunikation zu steigern, wurde ein Kommunikationsmuster entwickelt.“

Die Gesellschaften und Eigenbetriebe des Landes sind angehalten, dieses Kommunikationsmuster für ihren jeweiligen Auftritt zu übernehmen. Damit Bremen von seinem Markenbewusstsein gleichsam durchdrungen wird.

Der Dreiklang aus „Markenarchitektur“, Neugestaltung des Internetportals und Umsetzung des Kommunikationsmusters soll zudem für sofort wiedererkennbare Einheitlichkeit sorgen. Wie bei Schokolade, Waschmittel und Bundesligaclub.

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