Stadtbibliothek: Miedtke geht in Ruhestand

„Ich heiße Erwin...“

Mit Loriot-Zitat in den Ruhestand: Erwin Miedtke, bislang stellvertretender Direktor der Stadtbibliothek in Bremen.
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Mit Loriot-Zitat in den Ruhestand: Erwin Miedtke, bislang stellvertretender Direktor der Stadtbibliothek in Bremen.

Von Thomas Kuzaj. Lesen: „Ich heiße Erwin und bin Rentner!“ Unverkennbar – ein Zitat von Loriot. Mit eben diesem Zitat verabschiedete sich jetzt Erwin Miedtke in den Ruhestand. Nach mehr als 42 Jahren im Dienst der Stadtbibliothek Bremen – zuletzt als stellvertretender Direktor. Am 1. Juli 1972 hatte Miedtke bei der Stadtbibliothek angefangen.

Lesen: „Ich heiße Erwin und bin Rentner!“ Unverkennbar – ein Zitat von Loriot. Mit eben diesem Zitat verabschiedete sich jetzt Erwin Miedtke in den Ruhestand. Nach mehr als 42 Jahren im Dienst der Stadtbibliothek Bremen – zuletzt als stellvertretender Direktor. Am 1. Juli 1972 hatte Miedtke bei der Stadtbibliothek angefangen.

1991 wechselte er dort in das Lektorat und übernahm 2000 das Amt des stellvertretenden Direktors. Neben der Leitung des Bereichs „Bibliotheken, Medien, Information“ war er der Experte des Hauses für literarische und künstlerische Themen, sagt Bibliothekssprecher Tobias Peters. Seit zehn Jahren ist Miedtke zudem für die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung Leiter der „Literarischen Woche“.

Bibliotheksdirektorin Barbara Lison dankte ihrem langjährigen Stellvertreter, pries seine fachlichen Qualitäten und die soziale Kompetenz. „Viele der Schritte, die Erwin Miedtke für die Stadtbibliothek getan hat, schienen zunächst einmal normal groß zu sein. In Wirklichkeit waren sie aber oft Riesenschritte, die ganz große Spuren hinterlassen haben. Und es waren nicht nur große Schritte, sondern auch Schritte hinein in ein im Bibliotheksleben unbekanntes Terrain“, sagte Lison bei dem Empfang, den der Akkordeonspieler Florian Oberlechner musikalisch begleitete.

Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz: „Erwin Miedtke ist nicht nur ein Bibliotheks-, sondern auch ein leidenschaftlicher Büchermensch, für den die Stadtbibliothek nicht nur ein Ort der Unterhaltung, sondern ein Ort der Vermittlung von Wissen, Bildung und Kultur ist. Er hat für diese Einrichtung durch seine Kärrnerarbeit viel erreicht.“

Bevor er zu seinem Loriot-Zitat kam, sagte Miedtke: „Ich hatte das Glück, einen Beruf zu haben, den ich stets sehr gerne in all den verschiedenen Aufgabengebieten gelebt habe, die mir übertragen wurden. Das Motiv, das mich getrieben hat, ist sehr einfach: Es war Neugier und die Lust, mit Literatur und Information zu arbeiten – und vor allem für Menschen zu arbeiten.“

Zu Miedtkes Abschiedsfeier kamen unter anderem Rainer Kulenkampff (Vorsitzender des Vereins „Freunde der Stadtbibliothek“), Michael Sieber (Vorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung) und Regina Dyck (Festival „Poetry on the Road“). Via Facebook meldete sich der Bürgerschaftsabgeordnete Carsten Werner (Grüne): „Schade, Tschüss und herzlichen Glückwunsch, Erwin Miedtke!“

Die Stadtbibliothek besetzt Miedtkes Stelle voraussichtlich im neuen Jahr wieder. Das Auswahlverfahren läuft, hieß es. Das Cheflektorat wurde bereits neu besetzt.

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