Das Stadionbad feiert / Am 8. August 1925 eröffnet / Spaß beim Kekskissenrennen

90. Geburtstag mit Zumba und Wasserball

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Mehrere Teams gaben bei der Bad-Olympiade beim Kekskissenrennen ihr Bestes.

Bremen - Von Annika Grunert. Geburtstage müssen gefeiert werden, vor allem die älteren. Das dachte sich auch die Bremer Bäder GmbH und lud am Sonnabend ins Stadionbad ein. Mit Zumba, Wasserball, Torwandschießen, Splashdiving und mehr feierte das Freibad sein 90-jähriges Bestehen.

Allerdings halten sich die Besucherzahlen zunächst in Grenzen. Nur ein paar Kinder planschen im Wasser. Handtücher auf den Wiesen sind eher Mangelware. Das Wetter ist einfach nicht optimal. Grauer Himmel und Temperaturen um die 20 Grad. Aber die Gäste stört es nicht. Ob beim Tanzen, auf der Hüpfburg, im Wasserrad oder auf der Rutsche, die Kinder kreischen und lachen. Bei der Bad-Olympiade am Nachmittag kommt schließlich die Sonne etwas raus. Bei verschiedenen Disziplinen können sich die Badegäste messen. Der zwölfjährige Tim nimmt mit seinen Kumpels am Kekskissenrennen teil. Zwei Teilnehmer legen sich auf die Badeinsel, und zwei weitere gehen ins Wasser. Mit Armen und Beinen müssen die vier bis an den anderen Beckenrand paddeln und zurück. Tims Team gewinnt schließlich mit sehr viel Spaß.

Das Stadionbad lässt sich immer wieder etwas einfallen, um die Gäste zu begeistern. Und das seit 90 Jahren. Es ist das erste Freibad in Bremen.1922 fingen die Planungen für den Bau an. Kurz danach folgten viele Proteste von Anwohnern, doch diese blieben erfolglos. Im Rahmen der Deutschen Schwimmmeisterschaft eröffnete das Stadionbad am 8. August 1925. Drei Jahre später drohte die Schließung. Der Betreiber, der Allgemeine Bremer Turn- und Sportverein, hatte sich finanziell übernommen. Die Gründung des Vereins Weserstadion rettete das Bremer Freibad. Allerdings musste auch dieser Verein das Bad bald wieder abgeben. Der Gesellschaft für öffentliche Bäder, heute die Bremer Bäder GmbH, gelang es schließlich, das Stadionbad dauerhaft zu betreiben – trotz mehrerer Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg. Damit es stets attraktiv und aktuell blieb, wurde das Stadionbad dreimal umgebaut.

Besonders beliebt ist der Zehn-Meter-Sprungturm bei den Jungen des Teams Intense. In ihrer Heimatstadt Lübeck muss sich die Splashdiving-Crew nämlich mit einem rutschigen 7,5 Meter hohen Turm zufriedengeben. Deshalb freuen sich die Jungen umso mehr, ihr Können beim Geburtstag in Bremen zu zeigen. Salti und Schrauben aus zehn Metern Höhe, das haben sie voll drauf. Ein Hobby, das nicht ganz ungefährlich ist: geplatzte Bronchien, Trommelfell- und Bänderrisse gehören dazu. Doch die Jungs suchen den Adrenalinkick. Benjamin erklärt: „Das Wichtigste beim Splashdiving ist ein lautes Knallen und eine hohe Fontäne.“

Auf der anderen Seite des Stadionbads versuchen sich die Freunde Lucas und Pascal am Surfsimulator. Die beiden liefern sich einen Rekordkampf, den Lucas schließlich gewinnt. 90 Sekunden kann er sich auf dem elektrisch gesteuerten Brett halten. Inzwischen haben sich auch weitere Badegäste eingefunden. Schwimmend, tanzend und spielend wird bis 21 Uhr gefeiert.

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