Staatsarchiv bekommt einmaliges Geschenk

Nagels Bilderschatz

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Auf dem Theaterschiff: John Doyle, Comedian.

Von Thomas Kuzaj. Wissenschaft: Das Bremer Staatsarchiv freut sich über ein vorweihnachtliches Geschenk – über einen, wie es hieß, „seltenen Bilderschatz“. Er ist naturwissenschaftlich und landschaftshistorisch von Interesse. Aus dem Besitz der Nachfahren des Bremer Malers, Jägers und Hobbyornithologen Richard Nagel (1857 bis 1941) ist den Archivaren ein Konvolut mit Bildbänden und Tagebüchern zur Tier- und Vogelwelt Bremens übergeben worden.

Wissenschaft: Das Bremer Staatsarchiv freut sich über ein vorweihnachtliches Geschenk – über einen, wie es hieß, „seltenen Bilderschatz“. Er ist naturwissenschaftlich und landschaftshistorisch von Interesse. Aus dem Besitz der Nachfahren des Bremer Malers, Jägers und Hobbyornithologen Richard Nagel (1857 bis 1941) ist den Archivaren ein Konvolut mit Bildbänden und Tagebüchern zur Tier- und Vogelwelt Bremens übergeben worden.

Richard Nagel, jüngster Sohn des bekannten Remberti-Pastors Wilhelm Nagel (1805 bis 1864), war Kaffeekaufmann von Beruf. Aber er war eben auch ein leidenschaftlicher Jäger und Maler. Eine Kombination, die zu jenen Dokumenten führte, die nun den „Bilderschatz“ bilden.

Verschwundene

Landschaften

Über viele Jahrzehnte – von 1872 bis 1935 – hat Richard Nagel die Vogelwelt Bremens und Nordwestdeutschlands erforscht, dokumentiert, fotografiert und in Öl gemalt. „Landschaftsfotos, die er mit seiner Glasplattenkamera in freier Natur gemacht hatte, malte er in Öl zu Vogel- und Wildmotiven aus, die er parallel in Tagebüchern wissenschaftlich dokumentierte“, teilt das Staatsarchiv mit. „So entstand ein künstlerisch einmaliges Kataster der Vogel- und Tierwelt Bremens und Nordwestdeutschlands, das heute längst vergangene Landschaften und Biotope sowie verschwundene Tierarten wie zum Beispiel den Schwarzstorch um Bremen erfasst.“

Das Oeuvre Nagels umfasst sein unveröffentlicht gebliebenes vierbändiges Hauptwerk „Die Vögel Nordwestdeutschlands“ mit 741 Gemälden von 335 Vögeln sowie zehn Bände „Heimatbilder“, ein Tafelwerk mit hunderten weiteren Bildmotiven „nach der Natur“.

Joachim Seitz, Ornithologe beim Bund für Umwelt und Naturschutz Bremen, kam auf die Spur dieses historischen Bildarchivs, das bis jetzt im Familienbesitz verwahrt und gepflegt worden ist. Seitz vermittelte auch die Übergabe an das Staatsarchiv. Eigentümerin war Ilse Gottwald, eine Enkelin Richard Nagels. Professor Konrad Elmshäuser, der Leiter des Staatsarchivs, dankte für das „großzügige Geschenk“ – die etwa 30 Zentimeter mal 20 Zentimeter großen Bilder wurden nun bereits digitalisiert.

„Theaterklatsch“

mit Samir Akika

TheaterI: Im Theater Bremen wird wieder zum „Theaterklatsch“ gebeten – am Donnerstag, 18. Dezember, mit dem Hauschoreografen Samir Akika. Und (wie in dieser Reihe gewohnt) bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. Beginn ist um 17 Uhr im „Noon“ (Foyer Kleines Haus).

TheaterII: Auch in der Reihe „Kammermusik am Sonntagmorgen“ im Foyer des Theaters am Goetheplatz gibt es einen neuen Termin. Nämlich: Sonntag, 21. Dezember, 11.30 Uhr.

Ekaterina Osovitskaya (Violine), Benjamin Stiehl (Violoncello), Naomi Kuchimura (Fagott) und Manami Ishitani-Stiehl (Klavier) spielen dann Werke von Saint-Saëns, Devienne und Brahms. Die Karten kosten zehn Euro, für Kinder unter 14 Jahren ist der Eintritt frei, sagte eine Theatersprecherin.

Theater III: „Die Welt ist eine Bandscheibe“, behauptet der US-amerikanische Comedian John Doyle, der in Deutschland lebt und gerne auf dem Theaterschiff an der Tiefer zu Gast ist. Zum Beispiel heute, Dienstag, um 20 Uhr.

Einmal mehr beschäftigt der 50-jährige Künstler sich dort mit dem sich über die Jahre verändernden Zustand des menschlichen Körpers. „Schlimmer noch als die Fleischwanderbewegungen sind die Begleiterscheinungen des Verfalls: Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen und Wer-weiß-was-für-Schmerzen“, heißt es in einer Ankündigung. „Sie plagen John Doyle permanent, und das in Körperregionen, von denen er noch nicht einmal wusste, dass sie überhaupt existieren.“ Nun, jetzt weiß er‘s – und er teilt sein Wissen. Das Motto dabei: „Die Schmerzen einfach weglachen.“

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