Staatsanwaltschaft wirft 21-Jährigem sieben Fälle von Körperverletzung vor

Anklage gegen Bremer Ultra

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Ein 21-Jähriger muss sich demnächst wegen mehrerer Körperverletzungen vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt gegen ihn Anklage erhoben. Unter anderem geht es um Angriffe nach dem Nordderby Werder gegen HSV.

Bremen - Die Staatsanwaltschaft hat Anklage beim Jugendschöffengericht des Amtsgerichts gegen einen 21 Jahre alten Bremer Ultra erhoben. Der junge Mann sitzt seit Juli in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, seit März 2014 sieben Körperverletzungen begangen zu haben. Der 21-Jährige soll die Taten jeweils gemeinschaftlich mit anderen Personen begangen haben. Unter anderem, so sagte gestern Oberstaatsanwalt Frank Passade, wird der Mann verdächtigt, nach dem Nordderby zwischen Werder und dem HSV im April an einer Schlägerei zwischen rechten Hooligans und linken Ultras beteiligt gewesen zu sein. Laut Anklage soll der 21-jährige Valentin bei diesem Übergriff den vermeintlichen Hooligan mehrfach gegen den Kopf getreten haben. Außerdem habe das Opfer ein elf Kilo schwerer Blumenkübel am Kopf getroffen. Valentin soll Quarzhandschuhe getragen haben, heißt es. Acht namentlich bekannte Mittäter seien bei den Übergriffen dabei gewesen, sagte Passade.

Außerdem soll Valentin unter anderem mit einem weiteren Beteiligten im März, im Mai und im Juli 2014 an gewalttätigen Übergriffen beteiligt gewesen sein. Diese Angriffe hätten sich gegen Angehörige der rechten Szene sowie gegen Fußballfans gerichtet, die nach einem Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Fan-Gesänge angestimmt hätten. Die vermeintlichen Opfer wurden laut Staatsanwaltschaft „überfallartig angegriffen und mit Schlägen und Tritten traktiert“. Es habe gezielte Faustschläge ins Gesicht gegeben, jemand sei durch ein Radio am Kopf getroffen worden. Ferner soll der 21-Jährige bei der NPD-Demo im Mai 2014 in Rostock gezielt einen faustgroßen Stein in die Menge der Demonstranten geworfen haben. Dabei sei ein Journalist verletzt worden.

Bei einer Verurteilung drohen dem 21-Jährigen eine Geldstrafe oder bis zu zehn Jahre Haft.

gn

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