„Schlafende Hunde“: Im neuen Radio-Bremen-„Tatort“ geraten die Kommissare in die Fänge eiskalter Intriganten

Auf den Spuren alter Stasi-Seilschaften

Die Ermittlungen führen Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) zum Bremer Unternehmer Hans Rodenburg (Jürgen Prochnow, r.).

Bremen - Von Jörg EsserBREMEN · Kaffee, Container, Kaufleute: Der neue „Tatort“ von Radio Bremen widmet sich hanseatischen Klassikern. Eine Tote gibt’s auch – und die führt die Kommissare auf die Spur alter Stasi-Seilschaften. Die Produktion „Schlafende Hunde“ ist am Sonntag, 30. Mai, um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen.

Die Rentnerin Ruth Thalheim (Marie Anna Fliegel) wird tot in ihrer Bremer Wohnung aufgefunden. Todesursache: Herzinfarkt. Aber an einen „natürlichen Tod“ glaubt kein „Tatort“-Ermittler: Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) und ihr Kollege Stedefreund (Oliver Mommsen) entdecken Ungereimtheiten. Erste Spuren führen das Duo in die Vergangenheit. Ruth Thalheim saß als politische Gefangene acht Jahre lang im DDR-Gefängnis in Bautzen – wegen landesverräterischem Treubruch.

Jetzt kommt der Bremer Unternehmer Hans Rodenburg (Jürgen Prochnow) ins Spiel, der Thalheim offenbar finanziell unterstützt. Der Kaffee- und Immobilienkaufmann, Mäzen und Reeder scheint in einen illegalen Waffenhandel verstrickt zu sein.

Lürsen zweifelt daran, sie kennt Rodenburg aus Jugendzeiten. Doch Stedefreund beißt sich fest: Rodenburgs realsozialistische Vergangenheit führt die Kommissare in die Untiefen der Stasi-Machenschaften. Ex-Stasi-Oberst Schröder (Heinz-Werner Kraehkamp) leitet jetzt ein engmaschiges Netz aus Security-Firmen. Und er hat womöglich immer noch oder schon wieder alle Fäden in der Hand. Und welche Rolle spielt die junge, idealistische Politkämpferin Anna Korzius (Laura Tonke), die eine Affäre mit Rodenburg anfängt?

Lürsen und Stedefreund geraten in die Fänge eiskalter Intriganten. IM-Akten tauchen auf. Sind diese echt? Oder werden die Kommissare bewusst getäuscht? Wer spielt mit ihnen? Wer ist Täter, wer ist Opfer? Sogar die Staatsanwältin scheint irgendwie korrupt zu sein.

Der bekannte Bremer Filmemacher Wilfried Huismann („Lieber Fidel“, „Schnappschuss mit Che“) hat gemeinsam mit Dagmar Gabler das Drehbuch für „Schlafende Hunde“ geschrieben. Regie führt Florian Baxmeyer. Für das Trio ist es die zweite Bremer „Tatort“-Produktion nach „Schiffe versenken“ (2008).

„Schlafende Hunde“ garantiert 90 Minuten Spannung. Der Filmstoff hat es in sich und hinterlässt nachdenkliche Zuschauer. Die Produktion zählt zu den stärksten, die Radio Bremen bislang zur „Tatort“-Reihe beigesteuert hat. Vor allem die Nebendarsteller, der Hollywood-gestählte Prochnow („Das Boot“) und der erfahrene Krimidarsteller Kraehkamp, erweisen sich als Glücksgriffe.

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radiobremen.de

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