Sportdeputation: Sanierung beginnt im Februar / 19 Turnhallen bieten 1900 Asylbewerbern Unterkunft

Unibad eröffnet nach der Sommerpause

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19 Turnhallen, hier die Sporthalle Roter Sand in Woltmershausen, dienen in Bremen zur Zeit als Notunterkünfte oder sind als solche hergerichtet. Archivfoto: Bahlo

Bremen - Voraussichtlich im August 2016 kann das Bremer Unibad wieder seinen Betrieb aufnehmen. Die Bauarbeiten sollen bereits Anfag Juni abgeschlossen werden, nach der Sommerpause können Schwimmer dann wieder ihre Bahnen ziehen. Eine entsprechende Zeitplanung hat Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne) gestern der Sportdeputation vorgelegt.

Demnach sollen die Arbeiten im Februar starten. Damit bleibt das Bad den Planungen der Universität zufolge insgesamt etwa ein Jahr geschlossen. Zu Beginn der Hallenbad-Saison Anfang September war die Schwimmhalle nicht wieder eröffnet worden, weil bei Instandhaltungsarbeiten Mineralfasern und Schimmelpilze in den Lüftungsanlagen gefunden wurden (wir berichteten). Mit den Mitteln des Senats führt die Universität als Eigentümerin die Arbeiten durch. Bis zu 1,1 Millionen Euro stehen laut Sozialressort für Maßnahmen zur sogenannten „Ertüchtigung“ und Instandhaltung zur Verfügung. Das Bad verfügt als einzige in der Stadt über 50-Meter-Bahnen, wie sie für Wettkämpfe und den Leistungssport benötigt werden. Es soll genutzt werden, bis in Horn eine neue Halle gebaut ist.

Ebenfalls auf der Tagesordnung der Sportdeputation: der Stand zur Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen. Aktuell dienen dem Sozial- und Sportressort zufolge 19 Hallen in Bremen als Notunterkünfte für Asylbewerber oder sind bereits als solche hergerichtet. 1900 Menschen können hier untergebracht werden, so Sprecher Bernd Schneider. Bereits im November hatte Stahmann erklärt, als Sport- und Sozialsenatorin würden zwei Herzen in ihrer Brust schlagen. Es gäbe jedoch keine Alternativen zur Belegung von Turnhallen, zumal diese kurzfristig verfügbar seien. Konkrete Zusagen, wann einzelne Hallen wieder für den Sport nutzbar seien, könne man nicht machen, so Schneider. Die Hallen würden aber wieder so hergerichtet, dass sie bespielbar seien.

Im vergangenen November sind nach Angaben des Sozialressorts 1937 Asylbewerber nach Bremen gekommen – 20-mal so viel wie im gleichen Monat vor zwei Jahren. Im vergangenen November waren es 269. Bis Ende November sind im Jahr 2015 9072 Menschen nach Bremen geflüchtet, insgesamt rechnet Bremen in diesem Jahr mit rund 11000 Asylbewerbern (2014: 2233, 2013: 1111). Dazu kommen noch einmal rund 2800 unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA). Untergebracht sind die Asylsuchenden in 35 Unterkünften, zu denen auch fünf Zelte zählen.

vr

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