Neue Anlagen in Grohn und Gröpelingen

Sport-Initiative „Hood Training“: Klimmzüge und Prävention

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Sport zur Gewaltprävention und Förderung der sozialen Integration: In Gröpelingen ist „Hood Training“ jetzt mit einer Indoor-Anlage dauerhaft präsent. Im Frühjahr folgt eine Outdoor-Trainingsanlage.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Es begann in Tenever, von dort aus hat die Idee Kreise gezogen, große Kreise. Die Bremer Initiative „Hood Training“ ist mittlerweile auch in anderen Stadtteilen dauerhaft präsent – jetzt bereits in Gröpelingen, demnächst zudem in Grohn. Das Interesse an dem Bremer Projekt kommt inzwischen aus ganz Deutschland.

„Hood Training“ setzt auf Sport zur Gewaltprävention und Förderung der sozialen Integration von Kindern und Jugendlichen – und bietet seit 2010 kostenloses Training für junge Menschen aus Brennpunktvierteln an. So bringt das Projekt Menschen unterschiedlicher Altersklassen und Herkunft über den Sport zusammen – mal bei der „Nacht der Jugend“ im Rathaus, mal bei der „Passion“-Messe auf der Bürgerweide, mal mit international besuchten „Calisthenics“-Wettbewerben.

Und vor allem: im Alltag. „In der Gemeinschaft mit Freunden und Vorbildern erfahren die Kinder und Jugendlichen Bestätigung, stärken ihr Selbstbewusstsein, lernen Strukturen und Regeln kennen“, heißt es bei „Hood Training“. All das wiederum fördere Integration und soziale Kompetenzen. Die „Aktion Hilfe für Kinder“, ein 1998 in Bremen gegründeter Verein, ist Träger von „Hood Training“.

Auch Trainings- und Ernährungspläne im Angebot

In Gröpelingen ist „Hood Training“ jetzt mit einer Indoor-Anlage im Freizi präsent. Dreimal in der Woche wird Training angeboten, sagt Initiator und Projektleiter Daniel Magel. Einige der Teilnehmer sind „sehr jung“, die Altersspanne reiche von elf bis 19 Jahren. Das Training wird sehr ernst genommen, auf Wunsch bekommen die Jugendlichen auch Ernährungsberatung. „Wer will, kriegt Trainings- und Ernährungspläne.“ Im Frühjahr eröffnet „Hood Training“ eine Outdoor-Trainingsanlage vor dem Freizi – finanziert über das Projekt „Gröpelingen bewegt“.

Ebenfalls im Frühjahr, laut Planung im April, folgt eine Outdoor-Anlage an der Grohner Düne in Vegesack – auch hier mittendrin, nicht irgendwo am Rand auf der grünen Wiese. „Die Parks sollen da stehen, wo die Jugendlichen sich sowieso aufhalten“, heißt es dazu.

Das Wachstum soll kontrolliert ablaufen

Auch aus anderen Bremer Stadtteilen gibt es Interesse an „Hood-Training“-Anlagen, Gespräche laufen auch mit Blick auf den Wolle-Park in Delmenhorst. Eine Kooperation gibt es bereits mit Partnern in Gelsenkirchen.

Das Wachstum soll kontrolliert ablaufen, Schritt für Schritt. Marc Fucke von der „Aktion Hilfe für Kinder“ sagt: „Wir wollen uns auch nicht überheben, nicht schneller wachsen, als es gesund ist. Wir freuen uns über mittel- und langfristige Förderer.“

Über Aufmerksamkeit freut man sich ebenfalls – und die kommt aus ganz Deutschland. Mit dem „Hood-Mobil“ – samt mobiler Trainingsanlage – besucht das „Hood-Training“-Team in den Sommermonaten weitere Interessenten unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Berlin, München, Bremerhaven und bietet dort Workshops an.

„Passion“-Messe am 10. und 11. März

Die gehören auch bei der „Passion“-Messe in den Hallen 6 und 7 auf der Bürgerweide zum Programm – in diesem Jahr am Sonnabend und Sonntag, 10. und 11. März. „Hood Training“ ist wieder dabei – dieses Mal mit einem etwas anderen Konzept, wie Magel sagt. Statt eines Turniers soll es „mehr fürs Publikum“ geben.

So sind an beiden Tagen – neben Klimmzug-Challenges – zwei jeweils zweistündige Workshops mit erfahrenen Trainern geplant. „Es geht um die Technik. Egal, wie fortgeschritten ich bin, ich kann immer was lernen von solchen Trainern“, sagt Magel. In die Vorbereitung und Organisation des Messeauftritts von „Hood Training“ sind Jugendliche aus Tenever und Gröpelingen eingebunden – auch das ist ein Teil des Konzepts.

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