Reptilienbörse „Terraxotica“: Schlangen, Echsen und Tausendfüßler

Spinnen auf der Flucht

Bremen - (jc) · Die kleine Schlange hebt ihren Kopf, guckt und streckt dann ganz ungeniert ihre Zunge aus. Die kleine Boa sieht geradezu niedlich aus.

Spinnen, Echsen, Schildkröten, Schnecken, Tausendfüßler und eben Schlangen gibt es gestern auf der Reptilienbörse „Terraxotica-Germany“ in Halle 3 der Messe Bremen. Giftige Tiere sind nicht dabei, heißt es.

Der Besuch ist gut. Die Leute kommen, um neue Tiere zu kaufen, aber vor allem, um zu schauen und sich zu informieren. „Das ist aber nicht schlimm“, so Leslie Hein, der sich erst vor einem Monat mit einem Reptilienfachgeschäft in der Neustadt selbstständig gemacht hat. Manche Besucher kaufen ganz spontan dann doch ein Tier. „Das hat sich ergeben“, meint eine junge Frau, die gerade eine Bartagame erstanden hat. Sie hat schon einige davon zu Hause und wollte noch ein Weibchen. „Die sind ganz zahm und tun nichts“, sagt sie über die Schuppenkriechtiere.

Etwas schwieriger ist es mit den Spinnen. Es ist gar nicht so einfach, eine Vogelspinne, die einmal aus ihrer Plastik-Box herausgekrabbelt ist, wieder zurückzutun. Spinnen sind schnell, und die einmal gewonnene Freiheit lassen sie sich nicht so leicht wieder nehmen. Nach einigem Rein in die Box und Raus aus der Box klappt es doch noch, das Tier wieder einzusperren. An einem anderen Stand flüchtet die Spinne erst einmal auf den Fußboden. „Nicht drauftreten“, ruft jemand, aber da hat der Aussteller sie auch schon wieder eingefangen.

Laut Tierärztin Alexandra Dörnath müssen Vogelspinnen in Bremen angemeldet werden, man darf sie nicht einfach so halten. Die Tierärztin bietet auf der Börse eine Sichtuntersuchung an. „Ich werd‘ ‘nen Teufel tun, hier eine Box zu öffnen. Stellen Sie sich vor, mir haut ein Gecko ab“, erklärt sie. Sie guckt also, ob das Tier gesund aussieht und gibt Tipps. Schlangen und Echsen sollten zum Beispiel mindestens sechs bis acht Wochen in Quarantäne, bevor sie zu ihren Artgenossen können. Bei Landschildkröten sollte die Quarantäne sogar ein Jahr dauern.

„Bäh“, sagt ein kleines Mädchen, als es vor einem Behälter mit drei schwarzen Skorpionen steht. Diese Tiere gibt es schon für 20 Euro. Ein kleiner Königspython kostet 50 Euro. Und ein Chamäleon oder einen Gecko kann man für 25 Euro kaufen. Die Schlangenpreise variieren. Züchtungen mit außergewöhnlichen Farben können einiges kosten, erklärt Christian Ramm aus Cuxhaven.

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