Magische Momente mit den Ehrlich Brothers

Spektakuläre Show ohne Klischees

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Die Ehrlich Brothers und einer ihrer Klassiker – das Bahnschienen-Biegen.

Bremen - Von Isabel Niesmann. Der Vorhang öffnet sich: Das energiegeladene „Euphoria“ schallt durch die Stadthalle (ÖVB-Arena) und vier Männer in schwarzer Kleidung schieben ein Riesen-iPad auf die Bühne. Plötzlich kündigt eine Stimme eine Verzögerung an. Der Vorhang schließt sich wieder – und im Publikum gibt es verwirrtes Murmeln: „Ist das ein Teil der Show?“

Ist es nicht. Die spektakuläre Show der Ehrlich Brothers – Andreas (Andreas Reinelt) und Chris (Christian Reinelt) – begann mit einem kleinen technischen Defekt an einem ansonsten fehlerfreien Abend. Mit dem Programm „Magie – Träume erleben“ zeigten die Shootingstars der Szene in Bremen eine atemberaubende Kombination aus liebevoll inszenierten Kunststücken, verblüffenden Illusionen und viel Pyrotechnik.

Mit einigen Minuten Verspätung kommen die Ehrlich Brothers schließlich auf die Bühne. Natürlich betreten sie diese nicht einfach so, sondern entsteigen oder entrollen dem überdimensionalen iPad auf einem Motorrad. In Jeans, Sneakers und mit wuscheligen Haaren sehen sie nicht aus wie Magier, sondern eher wie Rockstars und präsentieren sich als lässige Kumpeltypen.

Nicht nur die beiden Brüder, sondern auch die Show räumt mit Klischees auf: Es werden keine Jungfrauen zersägt, keine Kaninchen aus Zylindern gezaubert und auch spärlich bekleidete Assistentinnen gibt es hier nicht. Stattessen werden immer wieder Zuschauer auf die Bühne geholt.

So auch, als Chris und Andreas mit den bloßen Händen Eisenbahnschienen verbiegen und daraus für das Ehepaar Margot und Wilfried ein Herz formen. Mit der fünfjährigen Lara lassen sie aus einem Kern innerhalb weniger Sekunden einen Orangenbaum sprießen. Ebenso unerklärlich: Ein mit Wasser gefüllter Kübel erstarrt binnen einer Sekunde zu massivem Eis und Papierblumen tanzen in der Luft, bevor die Magier diese in echte Rosen verwandeln.

Mit Witz, Charme und dem Kamel „Alexandrio“, einer Handpuppe, liest Andreas die Gedanken der Zuschauer. Und Chris verwandelt – immer wieder „Hammer!“ rufend (und schelmisch grinsend) – einen 20-Euro-Schein erst in fünf und dann in 50 Euro.

Im Finale, einer eindrucksvollen Entfesselungsnummer, drohen gleich mehrere rotierende Kreissägen Chris zu siebteln. In nur 19 Sekunden soll der Zauberer es schaffen, sich aus den Fesseln zu befreien und auf den Notschalter zu drücken. Das gelingt und Chris taucht putzmunter auf der anderen Seite der Arena mitten im Publikum wieder auf.

Nach der zweistündigen Show weiß man nicht mehr, was man glauben soll: Die beiden Brüder beherrschen die Kunst der Illusion perfekt. Die Tricks sind gigantisch, viele Momente der Show emotional und die Zuschauer feiern die Entertainer enthusiastisch.

Am 11. Februar 2017 sind die Ehrlich Brothers mit ihrer neuen Show „Faszination“ erneut in Bremen zu Gast.

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