Speicherbühne stellt Programm vor

Flucht und Ankunft im Theater: „Was kommt jetzt?“

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Das Team der Speicherbühne – von links gesehen: Astrid Müller, Flavia Wolfgramm (Öffentlichkeitsarbeit) und Marc Pira.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Flucht, Ankunft, Integration – um dieses Themenfeld kreist der aktuelle Programmschwerpunkt der Speicherbühne in der Überseestadt. In den Theaterräumen im Speicher XI setzt sich damit fort, was in den Jahren 2015/16 angefangen hat. Damals bot das Speicherbühnen-Team um Astrid Müller und Marc Pira Flüchtlingen aus dem Containerdorf in der Nachbarschaft an, doch mal vorbeizukommen.

Am Anfang stand ein Sprachcafé. Aus den Begegnungen mit den Menschen aus Afghanistan und Syrien entwickelten sich dauerhafte Kontakte. Das Zusammenspiel mit den Nachbarn aus den Notunterkünften „Überseetor“ und „Kaffee-Quartier“ führte zu einer gemeinsamen Theaterproduktion mit dem Waller Westend-Theater – zu einem Abend mit dem Titel „Ach, so“, der 35 Teilnehmer in der bildhaften Form eines Gastmahls an einem Tisch zusammenbrachte.

Jetzt folgt die Fortsetzung mit dem Titel „Next Step“ („Nächster Schritt“) – eine Art Zwischenbilanz der Beteiligten, ein Blick auf den Stand der Dinge. „Was kommt jetzt?“ Um diese Frage dreht sich „Next Step“, sagt Müller. Sieben der Flüchtlinge von einst sind dabeigeblieben. Sie leben inzwischen in Walle und Tenever. Premiere von „Next Step“: Freitag, 4. Mai, 20 Uhr. Eintritt: 15 Euro, ermäßigt zehn Euro.

„Next Step“ ist ein Teil des Programmschwerpunkts. Ein weiterer ist das Projekt „Common Ground“ – diese „gemeinsame Basis“ ist eine Kooperation mit der Grazer Gruppe „Interact“. Dazu gehört beispielsweise ein „Bildertheater-Workshop“ für Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer – am Freitag, 9. Februar, 18 bis 21 Uhr sowie am Sonnabend, 10. Februar, 11 bis 17 Uhr. Mit den Mitteln des Improvisationstheaters soll den Teilnehmern „das Tor zur Sprache des Theaters“ geöffnet werden, heißt es. Anmeldung bis 2. Februar unter kontakt@speicherbuehne.de.

„Wir und die anderen“ am 10. Februar

„Wir und die anderen“ ist dann der Titel eines „Interact“-Abends, der am Sonnabend, 10. Februar, um 18 Uhr beginnt. Auf der Basis von Alltagserlebnissen werde „erkundet, wie Menschen in Situationen von Stereotypisierung, Polarisierung und Spaltung agieren und was diese dabei auseinandertreibt – aber auch, welche Möglichkeiten des Zusammenfindens es gibt“, heißt es in einer Vorschau. Eintritt: zehn Euro, ermäßigt acht Euro.

Ebenfalls zum Saison-Schwerpunkt gehört ein Seminar mit dem Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“. Wie reagieren, wenn im Verein, in der Kneipe oder im Büro plötzlich Sprüche zu hören sind, die einem die Sprache verschlagen? Das soll hier trainiert werden. Termin: Sonntag, 18. März, 10 bis 17 Uhr. Anmeldung bis 9. März unter kontakt@speicherbuehne.de. Kosten hier: zehn Euro.

Um ganz andere Themen geht es beim (zeitlich) nächstliegenden Termin in der Speicherbühne – bei einer Autorenlesung „mit Mini-Frühstück“ stellt Wilfried Stüven sein Buch „Roter Mohn verblasst nicht“ vor.

Stüven erzählt die Geschichte einer längst vergangenen Liebe, die über Umwege wieder in Erinnerung gerufen wird und nach mehr als 40 Jahren noch verhängnisvolle Folgen hat – eine Verfolgungsgeschichte, die in (und zwischen) Bremen und Kreta spielt.

Der Termin: Sonntag, 21. Januar, 11 Uhr. Eintritt: 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Eintrittskarten gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

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