Spatzen, Meisen & Co.

Der Bremer Nabu bittet wieder zur Vogelzählung

Das schmeckt! Schwanzmeisen beim Frühstück.
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Das schmeckt! Schwanzmeisen beim Frühstück.

Bremen – Guck mal, wer da piept! Der Naturschutzbund Bremen (Nabu) ruft wieder zur Teilnahme an der bundesweiten Zählaktion „Stunde der Wintervögel“ auf – in diesem Jahr von Freitag bis Sonntag, 8. bis 10. Januar.

„Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen“, heißt es bei den Naturschützern (und Naturbeobachtern). Die „Vogelzählung am Futterhaus“ sei „wie für den Lockdown gemacht“, so ein Bremer Nabu-Sprecher. „Schließlich geht es darum, ganz coronagerecht vom Fenster aus die Futterstelle im Garten oder auf dem Balkon zu beobachten und die Vogelarten zu zählen. Wohl dem, der trotz lauen Wetters der vergangenen Wochen schon für die ,Stunde der Wintervögel‘ angefüttert hat.“

„Das Vogelgucker-Virus ist endlich mal eines, das ungefährlich ist. Mich hat es auch infiziert“, sagt der Bremer Nabu-Geschäftsführer Sönke Hofmann. „Allenfalls drolliges Verhalten bei der Sichtung eines Vogels ist die Folge.“ Bereits zum elften Mal ruft der Nabu zur Vogelzählung auf. „Und wieder gilt: Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse“, heißt es. „An Deutschlands größter ,Citizen-science‘-Aktion kann sich jeder beteiligen und eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen und anschließend dem Nabu melden“, sagt Hofmann.

Hilfe durch Beschreibungen und Vogeltrainer

Wer unsicher sei, finde auf der Meldeseite www.nabu.de „jede Menge Bilder und Beschreibungen“ und einen Vogeltrainer. Für telefonische Meldungen schaltet der Nabu am 9. und 10. Januar (jeweils 10 bis 18 Uhr) die kostenlose Rufnummer 0800/115 7 115.

An der Vogelzählung im Januar vorigen Jahres beteiligten sich bundesweit mehr als 143 000 Vogelfreunde, davon kamen gut 770 aus Bremen. „Die Kohlmeise ergatterte den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Bremer Gärten, Blaumeise und Spatz folgten auf Platz zwei und drei“, so Hofmann. „In diesem Jahr warten die Vogelexperten mit Spannung auf die Ergebnisse zu den Blaumeisen. Diese hatten im Frühjahr erheblich unter einer vom Bakterium Suttonella ornithocola ausgelöste Epidemie, dem sogenannten Meisensterben, gelitten.“

Für Schulklassen hat der Nabu unterdessen eine „Schulstunde der Wintervögel“ vorbereitet – in der Woche nach der „offiziellen“ Vogelzählung, in der Zeit vom 11. bis 15. Januar also. Materialien dazu finden Schüler und Lehrer auf der Website der Nabu-Jugendorganisation unter www.naju.de.

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