Von Hühnerstall bis Strauchschnitt: Postler unterstützen den Bremer Naturschutzbund

Spaten statt Briefe

Unterstützung von Postlern gab es für den Bremer Naturschutzbund. Foto: VULLRIEDE/DHL

Bremen – Zwölf Postler haben jetzt den Bremer Naturschutzbund (Nabu) nach besten Kräften unterstützt. Die Mitarbeiter der Deutschen Post AG tauschten ihren gewohnten Arbeitsplatz zugunsten eines freiwilligen Arbeitseinsatzes auf dem Nabu-Gelände am Vahrer Feldweg.

Die jeweils sechs Frauen und Männer des gelben Logistikunternehmens packten unter fachkundiger Anleitung des Nabu überall dort mit an, wo sich herausfordernde Aufgaben auftaten, so Nabu-Geschäftsführer Sönke Hofmann. „Wir erleben ja immer wieder Firmen, die uns einen Arbeitstag spenden. Aber diese Truppe muss ich wirklich loben, da haben alle tüchtig mit angefasst“, betonte Hofmann. Viel körperliche Arbeit an frischer Luft wartete auf das Team der Post an dem Helfer-Tag. Ausgestattet mit Schaufel und Spaten, hoben die Männer und Frauen Gräben aus oder verschönerten mit Hacken und Rechen die Parkflächen für Nabu-Besucher im Eingangsbereich.

Pflegende Schutzanstriche bekam eine Holzhütte, und auch das bisher rostige Fahrgestell eines alten Bauwagens glänzt nun wieder in leuchtendem Rot. „Der Bauwagen wird unser mobiler Hühnerstall. Dann können die Tiere auf den Streuobstwiesen Apfelwickler und Frostspanner wegpicken und sind nachts vor Katzen und Mardern sicher“, so Hofmann.

Gemeinsam mit dem Bremer Nabu-Team und Schutzkleidung wurde zudem Strauchschnitt geschreddert. Nun dient es zur natürlichen Befestigung der Wege auf dem Gelände. Schließlich kämpften einige Freiwillige mit der wuchtigen alten Wasserpumpe, die einst die gesamte Gärtnerei, die früher auf dem Gelände ansässig war, versorgte. Hofmann: „Auch wenn die Pumpe reichlich überdimensioniert ist, lagern wir sie ein. Nach einem gründlichen Technikcheck könnte sie später wieder gute Dienste auf dem Gelände leisten.“

Post-Vertriebsleiter Carsten Vullriede betonte, dass das Unternehmen Mitarbeiter unterstütze, wenn sie sich an einem Tag in den Dienst einer sozialen Sache stellen wollten. Er hatte seine Kontakte genutzt und im Kollegenkreis zum freiwilligen Arbeitseinsatz aufgerufen. Normalerweise kümmern sich die zwölf engagierten Postler um den Vertrieb und Betrieb in Postfilialen in Bremen und „umzu“.

Im Gepäck hatten die Postler auch einen Scheck ihres Arbeitgebers über 1 000 Euro, der bei der Anschaffung von Schiebkarren, Gartengeräten und einer Futtermühle für die Tiere helfen wird, wie Sönke Hofmann sagte.  gn

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Was Krebsrisiko eigentlich bedeutet

Was Krebsrisiko eigentlich bedeutet

Hat Teslas Model Y das Zeug zum Bestseller?

Hat Teslas Model Y das Zeug zum Bestseller?

Das Huawei Matebook X Pro im Test

Das Huawei Matebook X Pro im Test

Fossilien-Grube Messel feiert 25 Jahre Welterbe

Fossilien-Grube Messel feiert 25 Jahre Welterbe

Meistgelesene Artikel

Bürgermeister lobt Digitalstrategie

Bürgermeister lobt Digitalstrategie

Drogen, Lügen und ein geklautes Auto: Polizeikontrolle mit Überraschungen in Bremen

Drogen, Lügen und ein geklautes Auto: Polizeikontrolle mit Überraschungen in Bremen

Anders lernen

Anders lernen

Volker Lohrmann: „Wir reden über die breite Masse“

Volker Lohrmann: „Wir reden über die breite Masse“

Kommentare