Spaß mit dem Stromausfall

Lesepatin Linnert besucht „Gazellenklasse“

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Finanzsenatorin und Bürgermeisterin Karoline Linnert mit Kindern aus der „Gazellenklasse“.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ein Stromausfall als Glücksfall? Warum nicht? Finanzsenatorin und Bürgermeisterin Karoline Linnert (Grüne) engagiert sich – seit längerer Zeit ja schon – als Lesepatin der „Gazellenklasse“ in der Grundschule an der Andernacher Straße in Tenever.

Wir erwähnten das an dieser Stelle schon das eine oder andere Mal. Und jetzt wieder mal. Denn Linnert hat ihre Patenklasse wieder besucht. Und zwar mit dem Bilderbuch „Oh Schreck, oh Schreck, der Strom ist weg!“

Trotzdem wird der Tag für die kleine Maxi viel schöner. Warum? Nun, das verriet Linnert den Mädchen und Jungen aus der „Gazellenklasse“ erst, nachdem die ihr etwas von ihren (frisch erworbenen) Lesekünsten vorgeführt hatten. Die acht- und neunjährigen Mädchen und Jungen lasen Linnert das Märchen von Rapunzel vor. „Ihr seid nicht nur gewachsen seit dem letzten Treffen, ihr habt auch viel gelernt“, lobte Karoline Linnert die Schüler anschließend.

Der Bericht vom Stromausfall

Und dann kam sie zur Geschichte mit dem Stromausfall. In dem Buch von Catharina Westphal und Annette Langen sind plötzlich alle Elektrogeräte ohne Strom, die Ampeln fallen aus und keine Bahn fährt mehr. Die kleine Maxi findet es trotzdem super. Papa bleibt zu Hause, weil an den Computern im Büro nicht gearbeitet werden kann, der Eismann verschenkt sein Eis, weil es ohne Kühlung schmilzt und die Nachbarn grillen spontan zusammen auf dem Bürgersteig – ohne E-Herd eine prima Mittagessen-Alternative.

Maxi findet es richtig schade, als der Strom wieder da ist. Und weil es so schön und spannend war, spielt Maxis Familie jetzt manchmal einfach Stromausfall. Linnert mit Blick auf die frostigen Temperaturen an ihrem Besuchstag: „Gut, dass der Strom im Sommer ausfiel – ohne Heizung ist es im Winter gar nicht lustig.“

Fast alle Kinder der „Gazellenklasse“ berichteten der Patin von eigenen Stromausfall-Erlebnissen. Der Fernseher ging mitten im Film aus, kein Licht im dunklen Keller, eine ganze Nacht konnte nicht geheizt werden – und ein Kind blieb mit der Familie mal im Fahrstuhl stecken. Mit einem Spezialschlüssel gelang es dann, die Fahrstuhltür von außen zu öffnen. Die Familie kletterte auf den Flur – ein Abenteuer im Alltag.

Organisches am Osterdeich

Unter dem Titel „Organische Verbindung“ zeigt die Villa Sponte (Osterdeich 59b) von Sonntag, 4. März, bis einschließlich Sonntag, 8. April, Skulpturen von Barbara Deutschmann und Bilder von Christian Plep. Beide Künstler leben und arbeiten in Bremen. Die Vernissage beginnt am 4. März um 15.30 Uhr statt. Anschließend ist die Ausstellung bis einschließlich Sonntag, 8. April, dienstags, sonnabends und sonntags jeweils in der Zeit von 15 bis 18 Uhr zu sehen.

Deutschmann arbeitet mit teils gegensätzlichen Materialien wie Stein und Beton, Paraffin und Gießharz, Papier und Glas. „Diese treten in den Skulpturen in ein spannungsvolles Verhältnis zueinander“, heißt es in einer Vorschau. „Der Stein wird von Hand geschnitten und die Oberfläche fein strukturiert. Aus dieser Grundform werden Teile herausgeschnitten und mit semi-transparentem Paraffin aufgefüllt.“

Kurzum: „Mit dem Eindruck, man könne ins Innere der Skulptur schauen, verbinden sich Stein und Wachs zu einer neuen Einheit. Nie lassen sich die Skulpturen mit einem Blick erfassen, sondern bieten immer noch eine weitere Lesart an.“

Plep legt seinen Fokus auf Details, Formen und Strukturen. „Es sind die kleinen Dinge und Bruchstücke der täglichen Umgebung, die oft übersehen werden – ein Stück Wand, die Rinde eines Baumstammes“, so ein Sprecher.

Junger Geigen-Star im Sendesaal

In der Reihe „Saltarello“ tritt der Geiger Alexander Kim im Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee auf – am Freitag, 2. März, um 20 Uhr. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Schubert, Paganini und Ravel. Hanni Liang begleitet Kim am Klavier.

Kim, 1992 in Südkorea geboren, kam 1996 nach Deutschland und hatte im Alter von sechs Jahren seinen ersten Geigenunterricht bei Houssam Mayas an der Westfälischen Schule für Musik in Münster. Von 2002 bis 2013 war er Jungstudent an der Musikhochschule in Münster bei Professor Helge Slaatto. 

Seit 2013 ist er Student bei Professorin Antje Weithaas in Berlin. Kim trat als Solist bereits im Konzerthaus Dortmund mit der „Philharmonie der Nationen“, mit dem Zürcher Kammerorchester in der Tonhalle Zürich sowie mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen in der Laeiszhalle in Hamburg auf.

Die Deutsche Stiftung Musikleben stellt Kim eine Violine von Nicolaus Gagliano (Neapel, 1769) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds zur Verfügung. Karten für das Konzert im Sendesaal kosten 15 Euro, ermäßigt fünf Euro. Zu haben sind sie unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

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