Umzug in den Technologiepark und Filialumbau im Zeitplan

Sparkasse hält Kurs

Im Zeitplan: Das neue Verwaltungsgebäude der Sparkasse Bremen im Technologiepark wächst. Im Oktober soll das neue Domizil bezogen werden. 
Foto: SPARKASSE BREMEN / BAHLO
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Im Zeitplan: Das neue Verwaltungsgebäude der Sparkasse Bremen im Technologiepark wächst. Im Oktober soll das neue Domizil bezogen werden. Foto: SPARKASSE BREMEN / BAHLO
  • Jörg Esser
    vonJörg Esser
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Bremen – „Wir halten auch in herausfordernden Zeiten unseren Kurs“, sagt Sparkassen-Vorstandschef Tim Nesemann. So liegt der Neubau am Campus im Technologiepark voll im Zeitplan. „Wir haben als Bauherr die Corona-Pandemie gespürt“, so Nesemann. So habe es Verzögerungen bei den Lieferungen von Baumaterial gegeben. Doch der Zeitverzug sei ausgeglichen worden. Im Oktober will die Sparkasse vom Brill in ihr neues Verwaltungsgebäude ziehen.

30 Millionen Euro

Und auch der Umbau der Standorte zu Stadtteilfilialen läuft im wesentlichen planmäßig – mit zeitlichen Anpassungen. Die Sparkasse Bremen hält an ihrer „finanziell anspruchsvollen Doppelstrategie“ fest. Der digitale Service soll schnell und konsequent weiterentwickelt werden. Zugleich bleibe das Geldinstitut „in der Fläche und nah am Kunden“, sagt Thomas Fürst, Vorstand Privatkundengeschäft. 30 Millionen Euro investiert das Haus ins Konzept der Stadtteilfilialen und des Community-Bankings. 15   Stadtteilfilialen und 15 Zweigstellen sollen als moderne Anlaufstellen entstehen. Jeder Kunde soll demnach mit der Straßenbahn maximal 14 Minuten bis zu der nächsten Sparkassenfiliale benötigen. Kein Standort soll aufgegeben werden. Sieben Filialen allerdings werden als Konsequenz aus der Corona-Krise „früher als geplant“ in SB-Standorte umgewandelt – Lüssum, Hammersbeck, Oslebshausen, Walle, Kattenturm, Hulsberg und Huchting.

Zeitsprung

Die Sparkasse hat derzeit neun Filialen für den Kundenverkehr geöffnet – Am Brill, in Gröpelingen, Osterholz, Habenhausen, Horn-Lehe, Vegesack, Lesum, der Neustadt und Schwachhausen. Bis Ende Juni sollen sukzessive weitere Standorte wieder öffnen – ab 15. Juni die Filialen in Hastedt, Am Markt, im Steintor und an der Berliner Freiheit in der Vahr. Zwei Wochen später folgen weitere fünf in Walle, Borgfeld, Marßel, Blumenthal und Woltmershausen.

Seit Beginn der Pandemie werden deutlich mehr Bankgeschäfte digital abgewickelt, so die Vorstandsherren. Nesemann sagt: „Die Digitalisierung hat einen Zeitsprung gemacht.“ Mittlerweile gebe es rund 150 000 Kundenkonten mit Online-Freischaltung. Das kontaktlose Bezahlen habe um 20 Prozent zugenommen, die Nutzung von Bargeld sei spürbar zurückgegangen. Doch andererseits nutzten viele Kunden den Bargeldservice der Sparkasse und bestellten telefonisch Geld, das dann per Post geliefert wurde. Kosten: 6,80 Euro, Höchstbetrag: 500 Euro. „Wir hatten bis zu 20 Bestellungen pro Tag“, sagt Nesemann.

Kurzarbeit sei bei der Sparkasse nie ein Thema gewesen, ergänzt der Vorstandsvorsitzende. Zehn bis zwölf Prozent der Mitarbeiter haben im Homeoffice gearbeitet. Die Zahl der Azubis will die Sparkasse weiter erhöhen. 40  junge Frauen und Männer sollen ihre Ausbildung im Spätsommer beginnen. Die Zahl der Azubis steigt damit auf 120, die Ausbildungsquote auf zehn Prozent.

In welchem Umfang sich Corona aufs Geschäft der Bank auswirkt, darüber lassen sich noch „keine seriösen Vorhersagen treffen“. Nesemann erwartet einen Rückgang im Neugeschäft und zunehmende Kreditausfälle: „Wir sind aber zuversichtlich, einen akzeptablen Gewinn zu erwirtschaften.“

Von Jörg Esser

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