Sparkasse Bremen feiert 190. Jahrestag ihrer Gründung / Commerzbank investiert am Schüsselkorb

Taler einzahlen? Nur am Montag!

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Sparkassen-Chef Tim Nesemann spricht in der Stadtwaage.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ein so richtig rundes Jubiläum ist es nicht, wohl aber eine lange Zeit. Das wiederum ist gut fürs Image, und so feierte die Sparkasse Bremen gestern in der Stadtwaage an der Langenstraße den 190. Jahrestag ihrer Gründung anno 1825.

„Es gibt nicht viele Unternehmen in Bremen, die 190 Jahre alt sind“, sagte Sparkassen-Vorstandschef Dr. Tim Nesemann denn auch. Obendrein sei das Haus auch noch eine freie Sparkasse, also nicht in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft. „Die Sparkasse Bremen gehört zu den letzten fünf privatrechtlichen Sparkassen in Deutschland.“

2027 Taler auf 52 Sparbücher – diese Summe zahlten Bremer Bürger am 11. Juli 1825 ein, am ersten Geschäftstag also. Die gemeinnützige Einrichtung wollte sich den „fleißigen und ordentlichen Hausvätern und Hausmüttern“ widmen, wie es damals hieß. Man widmete sich den Geschäften mit Erfolg. Nach fünf Jahren waren die Einlagen bereits auf 330000 Taler angewachsen. Dabei war es gar nicht so einfach, sein Geld zur Sparkasse zu bringen. Die Taler konnten nur montags eingezahlt werden. Wer eine Auszahlung wünschte, musste an einem Donnerstag kommen. Ein Tempo, das in Online-Banking-Zeiten prähistorisch anmutet. Nun aber habe man, so Nesemann, die in zehn Jahren anstehende 200-Jahr-Feier bereits „fest im Blick“.

Den 190. Jahrestag der Gründung feierten gestern mit der Sparkasse unter anderem Bürgermeisterin und Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne), Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne), Staatsrat Hans-Henning Lühr (Finanzen), Handelskammer-Präses Christoph Weiss, Bürgerpark-Direktor Tim Großmann, Professorin Wiebke Ahrndt, Direktorin des Übersee-Museums, Barbara Lison, Direktorin der Stadtbibliothek. Vom Aufsichtsrat der Sparkasse waren unter anderem DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder und Alexander Künzel (Bremer Heimstiftung) da.

Nicht weit von der Stadtwaage entfernt, am Schüsselkorb nämlich, feierte eine weitere Bank – die Commerzbank. Sie hat ihre Strukturen geändert. André Lorenzen leitet nun das Privatkundengeschäft, Stefan Burghardt führt weiter die Mittelstandsbank. Und sie hat die Standorte Domshof (früher: Bremer Bank) und Schüsselkorb zusammengelegt – eben am Schüsselkorb. Am Domshof läuft der Mietvertrag aus, bei der Immobilie am Schüsselkorb handele es sich um Eigentum, so Commerzbank-Sprecherin Dagmar Baier. „Hier sind 250 Leute an Bord, davon 170 im Vertrieb.“ Die nun größere Filiale am Schüsselkorb stärke „den Standort Bremen“. Investiert wurden in Umbau und Zusammenlegung etwa drei Millionen Euro. Dazu gehört eine Kundenhalle in ganz neuem Look. Graue Töne, das gelbe Logo als Farbtupfer. Persönliche Ansprache, Verbindung von klassischem Filialgeschäft und Online-Banking – das ist hier das erklärte Ziel. Zum Einweihungs-Empfang kam gestern Commerzbank-Vorstandschef Martin Blessing. Er unterhielt sich unter anderem angeregt mit Bürgerschaftspräsident Christian Weber.

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