Experimentierfeld und Möglichkeitsraum

HfK-Hochschultage bieten facettenreiche Begegnungen mit Kunst und Musik

Bremen - Von Viviane Reineking. Als „Experimentierfeld und Möglichkeitsraum“ präsentiert sich der historische Speicher XI am Sonnabend und Sonntag, 9. und 10. Februar, in der Überseestadt: Die Hochschule für Künste (HfK) lädt Interessierte zu einer Entdeckungsreise in ihre Ateliers, Studios und Werkstätten ein. Es warten facettenreiche Begegnungen mit künstlerischen Arbeiten und Positionen aus Kunst, Musik, Design und Digitalen Medien.

Um die vielfältigen Arbeiten, Experimente und Projekte der Studenten kennenzulernen, kamen in den vergangenen Jahren jeweils mehrere tausend Besucher in die Hochschule. Auf vier Etagen, in zahlreichen Räumen und auf den Fluren treffen Besucher auf künstlerische und gestalterische Arbeiten, die Bedingungen und Formen des gesellschaftlichen Lebens untersuchen und sich in unterschiedlicher Art und Weise damit auseinandersetzen, wie wir in Zukunft leben wollen.

„Die Ausstellungen, Performances und Konzerte eröffnen den Besuchern in der Betrachtung, der Reflexion und dem Gespräch mit den Studenten neue Perspektiven und Gedanken“, so eine Hochschulsprecherin. Voraussetzung für die spannende Entdeckungstour: Neugierde und Offenheit gegenüber den Arbeiten. Kurzfilme, Produktdesign, Skulpturen, Installationen, Sound-Experimente, Interfacedesign, Fashion-Design und vieles mehr: Nicht immer lassen sich die Arbeiten nur einem der drei Studiengänge - Freie Kunst, Integriertes Design und Digitale Medien - des Fachbereichs Kunst und Design zuschreiben. Das ist an der HfK auch so gewollt. Studiengangsübergreifende Veranstaltungen und die gemeinsame Nutzung von Werkstätten sollen den Nachwuchskünstlern ermöglichen, eigene Standpunkte auszuprobieren und ihre künstlerischen Persönlichkeiten zu entwickeln, heißt es.

Tsubasa Miyamoto etwa, Studentin des Integrierten Designs an de HfK, zeigt bei den Hochschultagen den „Matress Chair“, der sich einfach vom Sessel in eine Matratze umwandeln lässt. Im Studiengang Digitale Medien ist die hybride Installation „Symbiotic Transmitter“ von Nathalie Gebert entstanden, die die symbiotische Beziehung zwischen Pflanze und Technologie untersucht. Die Hochschultage bieten den Studenten aber nicht nur die Gelegenheit, ihre Arbeiten zu zeigen, sondern auch, mit dem Publikum zu kommunizieren, sich auszutauschen und eine direkte Resonanz zu erfahren - ein wichtiger Teil künstlerischen Wirkens.

Es geht aber nicht nur um die Auseinandersetzung mit Kunst: Wer sich für ein Studium an der HfK interessiert, findet während der Hochschultage verschiedene Beratungsangebote. Dozenten und Infostände geben Auskunft über die Studienmöglichkeiten. Und Studenten berichten von ihren ganz persönlichen Erfahrungen. Das Campus-Radio „Radio Angrezi“ überträgt neben einem eigenen Programm auch immer wieder besondere Ereignisse der Hochschultage live - unter anderem im eigens dafür eingerichteten „Listening Space“.

Selbst zu Künstlern können Besucher in den Werkstätten der Hochschule werden: In der Keramikwerkstatt etwa haben sie Gelegenheit, Tiere und Zirkuswesen in Ton zu modellieren und zu bemalen. Und die Film- und Videowerkstatt bietet nach HfK-Angaben ein Trickfilm-Programm zum Mitmachen für die ganze Familie an.

Musikalisch erwartet die Besucher während der Hochschultage eine Reihe von Konzerten - von klassischen Klängen bis zu experimentellen elektronischen Sounds. Los geht es am Sonnabend um 15.30 Uhr in der „Gießerei“ mit Sophie Wendinger (Blockflöte) und Johannes Festerling an der Laute. Duette und Terzette - Komposition für drei Singstimmen - sind um 16 Uhr im Auditorium zu hören. Sicherlich ein Höhepunkt an Tag zwei: der Auftritt der HfK-Big-Band unter der Leitung von Malte Schiller um 16 Uhr im Auditorium. Ebenfalls dort bilden um 18 Uhr „T.E.C.D.“ den Abschluss des Konzertwochenendes: Dominik Banaschek an der Gitarre, Erik Konertz (Posaune/Effects), Tobias Haußmann an den Drums und Christopher Olesch (Keyboard/Synthesizer) spielen Eigenkompositionen.

Herausragende studentische Arbeiten werden am Sonnabend um 14 Uhr während der offiziellen Eröffnung mit Hochschulpreisen ausgezeichnet. „Sie spiegeln die kontinuierlich hohe künstlerische, gestalterische und wissenschaftliche Qualität der studentischen Arbeiten wider“, so die HfK-Sprecherin. Die Hochschultage finden am Sonnabend, 9. Februar, von 11 bis 21 Uhr sowie am Sonntag, 10. Februar, von 11 bis 20 Uhr in der HfK (Am Speicher XI 8) statt. Der Eintritt ist frei.

Rubriklistenbild: © Reineking

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