Spanische Musik und Literatur bei „Sommer in Lesmona“ / Gute Stimmung beim Picknick im Regen

Knoops Park bittet zum Tee

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Anne (v.l.), Karin, Angelika, Anja, Doris und Angela sind fast perfekt ausgestattet für den „Tee in Lesmona“. Fürs nächste Mal wissen sie Bescheid: Hut nicht vergessen.

Bremen - Von Annika Grunert. Jede Menge Picknickdecken, Klappstühle und Hüte zieren am Sonnabend die Wiese in Knoops Park. Die Teegesellschaft hat sich in Bremen-Nord eingefunden und freut sich auf einen musikalisch-literarischen Streifzug mit Lesung und Kammermusik.

In der ersten Reihe haben es sich Sabine, Monika, Rainer, Angelika und Gert bequem gemacht. Seit 14 Uhr sind sie bereits in Lesum, um einen Platz ganz vorne zu ergattern. Ihr Bollerwagentisch ist gedeckt mit Kuchen und Tee. Passend zum Motto von „Sommer in Lesmona“ ziert die spanische Flagge den Wagen.

Ein paar Reihen weiter hinten haben sechs Freundinnen aus dem Umland ihren Tisch liebevoll aufgebaut und verziert. Hier gibt es Tee, Prosecco und Tortillas. Die Frauengruppe ist zum ersten Mal beim „Tee in Lesmona“, aber schon jetzt steht für sie fest: „Wir kommen wieder.“

Und dann geht es auch schon los. Der Schauspieler Benjamin Sadler, die Musiker der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und die ehemalige Sängerin Dolores Catarineu betreten die Bühne. Drei Violinen, ein Violoncello, ein Kontrabass und eine spanische Gitarre ziehen die Zuschauer in ihren Bann. Mal bedächtlich, melancholisch, mal fröhlich und temperamentvoll. Die Musiker spielen leidenschaftlich Werke unter anderem von Luigi Boccherini und Manuel de Falla. Zwischen den Stücken liest Benajamin Sadler mit klarer, ruhiger Stimme Werke von Cees Nooteboom, Antonio Machado und Frederico García Lorca. Für die spanischen Texte ist Dolores Catarineu verantwortlich. Mit ihrer warmen Stimme und der typischen spanischen Aussprache – ein leichtes Näseln und ein gerolltes „R“ – bewegt sie auch die Zuschauer, die kaum ein Wort verstehen. Benjamin Sadler gefällt es hier: „Es ist immer herrlich, sich mit Musikern die Bühne zu teilen. Die Musik trägt natürlich erstmal für sich und das emotionalisiert einen selber, wenn man da oben ist. In den Passagen in denen die Musiker spielen, darf ich mich selbst treiben lassen. Und das ist einfach schön. Das ist eine schöne, kurzweilige Art, die in dem Moment gefühlt nichts mit Arbeit zu tun hat.“

Insgesamt ist es ein wunderschöner Nachmittag, da sind sich alle einig. Die Veranstalter sind sehr zufrieden mit dem Wochenende und gut 10 000 Besuchern. „Es war phantastisch. Es waren hervorragende Musiker dabei, ein super Moderator (Daniel Finkernagel, d. Red.) und ein hochkarätiger Schauspieler“, so der Geschäftsführer der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Albert Schmitt.

Der gestern beim Picknick-Wettbewerb einsetzende Regen kann der Stimmung auch nichts anhaben. „So ist das einfach beim ,Sommer in Lesmona‘. Die Gäste kennen das und packen ihre Regenschirme aus – und fertig“, so Schmitt. Der nächste Termin für „Sommer ins Lesmona“ steht auch schon: 12. bis zum 14. August 2016.

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