„Space Camp“ begeistert Jugendliche

Raketenstart mit Plastikflasche

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Beim „Space Camp“ simuliert Fenja einen Raketenstart zum Mond und jagt eine Flasche in die Luft.

Bremen - Von Nina Seegers. Gespannt kniet Fenja mit einer Schutzbrille auf dem Kopf vor einer mit Wasser gefüllten Flasche. „Drei, zwei, eins, los!“, zählen die anderen Kinder laut herunter, und Fenja drückt auf den Auslöser. Die Flasche schnellt in die Höhe, stürzt aber direkt wieder ab, Wasser spritzt zu allen Seiten, und Fenja fährt schreckhaft zurück. Die selbstgebastelte Rakete wollte nicht so, wie sie sollte. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so laut knallt“, sagt Fenja lachend.

Gemeinsam mit 15 anderen Jugendlichen nimmt die 14-jährige Bremerin am ersten „Space Camp Bremen“ teil. Dieses besondere Ferienprogramm hat HE Space in Kooperation mit anderen Bremer Raumfahrtunternehmen auf die Beine gestellt. Das Camp hat gestern begonnen und endet am Freitag. Jeder Tag startet zunächst im Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) mit Vorträgen, Experimenten und Workshops. An den Nachmittagen wartet auf die Kids im Alter von elf bis 14 Jahren ein spannendes Programm in anderen Instituten: So dürfen sie den Mitarbeitern bei Airbus Defence & Space und OHB über die Schulter schauen sowie bei Schwerelosigkeitsexperimenten im Bremer Fallturm dabei sein.

„Heute haben die Kids in kleinen Gruppen die mit Wasserdruck getriebenen Raketen gebaut und dürfen sie jetzt starten“, erklärt Dirk Stiefs vom DLR. Der promovierte Physiker leitet am DLR das Schülerlabor und führt regelmäßig Schulklassen durch das Institut. Wenn man sich ganz geschickt anstellt, könnten die selbstgebauten Raketen rund 60 Meter hoch fliegen. „Ich glaube, unsere Rakete ist nicht richtig geflogen, weil wir auf der einen Seite zu viel Material befestigt haben. So war der Schwerpunkt falsch gelagert“, mutmaßt Lisa nach Fenjas nicht so ganz geglücktem Raketenstart.

Lisa ist für das Camp extra aus Bayern angereist. „Ich interessiere mich total für die ganze Thematik. Wo hört das Weltall auf, was ist hinter einem schwarzen Loch? Das ist doch alles so unvorstellbar“, sagt die 14-Jährige aus Landsberg begeistert. Astronautin würde sie nach der Schule gern werden, sagt sie und freut sich daher besonders auf das Astronauten-Training, das im Laufe der Woche noch ansteht.

„Die Jugendlichen sind alle total interessiert und aufmerksam“, sagt Dirk Stiefs. Er und sein Team zeigen den Kids zum Beispiel, dass Luftballons im Vakuum platzen und Schaumküsse sich aufblähen. „So verdeutlichen wir, wie wichtig der Raumfahrtanzug für den Astronauten ist“, sagt Stiefs. Denn ohne den würde sich die Lunge des Menschen im All aufblähen und zum Tod führen. Die Camp-Teilnehmer dürfen außerdem nachgemachten Sand vom Mond und Mars unterm Mikroskop untersuchen, Meteoriten analysieren und Roboter programmieren.

Am Ende der Woche erhalten alle Jugendlichen eine Urkunde, wie sie auch in der „echten“ Raumfahrt üblich ist.

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