Sozialsenatorin dankt Bundeswehr für Einsatz in der Flüchtlingshilfe

„Auf Augenhöhe“

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Sozialsenatorin Anja Stahmann dankte den Soldaten für ihren Einsatz.

Bremen - Rund zwei Monate nach ihren ersten zivilen Einsätzen in der Flüchtlingshilfe rücken die ersten Soldaten der Bundeswehr jetzt aus Bremen ab. Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) dankte den Kräften für ihren zivilen Einsatz und überreichte bei einer feierlichen Zeremonie auf dem Gelände der Scharnhorst-Kaserne in Huckelriede zehn Soldaten stellvertretend eine Urkunde der Bremer Landesregierung.

Insgesamt wird diese Ehrung mehr als 600 Kräften zuteil, die zeitweise in Bremen eingesetzt waren und sind. „Sozialbehörde und Bundeswehr – das ist keine strategische Partnerschaft, die sich auf den ersten Blick aufdrängt“, sagte Stahmann. „Umso mehr hat es mich gefreut, dass beide Seiten ihre Rolle schnell gefunden haben. Das war und ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe.“ Und weiter betonte sie: „Wir hätten vor allem die schwierigen Wochen im September und Oktober nach der Öffnung der Grenzen ohne die Bundeswehr kaum bewältigen können.“

Eingesetzt waren vor allem Kräfte aus dem Fallschirmjägerregiment 31 aus Seedorf bei Zeven und Rotenburg. Insgesamt waren bislang 660 Soldaten im Einsatz, einige für die Dauer einer Woche, andere für mehrere Wochen. Die Mission „Helfende Hände“ war in unterschiedlichen Bereichen unterstützend tätig: bei der Ausgabe von Verpflegung in den Notunterkünften, beim Annehmen, Sortieren und Ausgeben von Spenden, beim Materialtransport sowie unterstützend in der Erstaufnahme. Mitterweile hat Bremen ein Lagezentrum eingerichter, in dem alle Informationen über die Lage in den Notunterkünften zusammenlaufen. „Das Lagezentrum schafft Kapazitäten an anderer Stelle in meiner Behörde, damit auch die längerfristige Planung von Unterkünften wieder verstärkt in den Blick kommt.“

Die Bundeswehr dagegen zieht sich nach und nach zurück. „An dieser Stelle wird deutlich, wie wir unseren Einsatz begreifen – als Aufbauhilfe“, sagte Oberst Claus Körbi, Kommandeur des Landeskommandos Bremen. Das verstärkte Fallschirmjägerregiment 31 bleibt in Bremen und wird laut Körbi in den drei Notunterkünften und beim Bundesamt zur Unterstützung eingesetzt.

je

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