Auf den Großmarkt-Dächern entsteht Bremens größte Solaranlage / Ende Juni „geht alles ins Netz“

Sonnige Energie-Ernte

Die Sonne spielt mit: Wirtschaftssenator Martin Günthner (l.) und Großmarkt-Geschäftsführer Uwe Kluge vor Solarmodulen auf dem Dach einer der Großmarkthallen.

Bremen - Von Jörg Esser · „Frische Energie und frische Produkte – das passt wunderbar“, sagte Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD). Und blinzelte in die Sonne. Dass die so wunderschön schien, passte auch wunderbar. Schließlich wurde auf den Dächern des Großmarkts „Bremens größtes Solarprojekt“ präsentiert.

Auf 50 000 Quadratmetern Dachfläche der Großmarkt-Gebäude in der Überseestadt werden 5 701 Solarmodule (mit knapp 275 000 Solarzellen) installiert. Bis Ende Juni „geht alles ins Netz“, sagte Uwe Kluge, Geschäftsführer des Bremer Großmarkts. Die installierte Leistung beträgt nach Fertigstellung von über einem Megawatt (mwp), der Energieertrag wird auf rund 933 000 Kilowattstunden beziffert. Damit lassen sich rund 350 Haushalte mit Strom versorgen. Zum Vergleich: Die Photovaltaikanlage auf dem Weserstadion soll 840 000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen.

Solarenergie entlastet die Umwelt. Die durch das Großmarkt-Projekt eingesparte Kohlendioxidmenge wird auf etwa 900 Tonnen pro Jahr beziffert. Und das entspricht sieben Waggons voller Steinkohle, sagte eine Sprecherin der „Wirsol Solar“ AG. Die international tätige Projektgesellschaft hat die Anlage installiert. Der Großmarkt stellt lediglich als Vermieter seine Dachflächen zur Verfügung.

Die Investitionskosten für das Projekt werden auf 3,4 Millionen Euro beziffert. Als Finanzier ist die Sparkasse Bremen im Boot. Und über die Projektgesellschaft PT

Erneuerbare Energien werden Beteiligungen an der Anlage verkauft. „Das gibt eine vernünftige Rendite“, prophezeite Kluge.

Nun denn. Die Überseestadt gilt als Vorzeigemodell. Und die Umsiedlung des Großmarkts vom Flughafen zum Waller Freihafen war laut Günthner „eine Initialzündung“ für die Wiederbelebung der alten Hafenreviere. Jetzt hofft er, dass das „hochspannende Solarprojekt“ womöglich auch eine Initialzündung auslöst. Für die Überseestadt. Und für das Güterverkehrszentrum auf dem anderen Weserufer. Bremen sei nun mal ein Logistikstandort, sagte Günther, „und Bremen hat große Dächer“. Auch „Wirsol“-Vorstand Stefan Riel sieht an der Weser ein riesiges Potenzial. „Bei vielen Betrieben gibt es hervorragende Bedingungen.“ Aufgrund der Einspeisevergütungsregelungen sind konstante Preise für einen Zeitraum von 20 Jahren staatlich garantiert. Die Investition sei kein Wagnis, so Riel: „Wenn das Dach in Ordnung ist, liegt das Risiko faktisch bei null.“

WWW.

grossmarkt-bremen.de

wirsol.de

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