Astrium erhält 300-Millionen-Euro-Auftrag / Start für 2017 geplant

Der Sonne entgegen

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Die Computerzeichnung zeigt den Solar Orbiter vor der Sonne. Das Raumfahrt-Unternehmen Astrium hat einen Auftrag im Wert von 300 Millionen Euro von der Esa erhalten.

Bremen - Das Raumfahrt-Unternehmen Astrium, das einen Hauptsitz in Bremen hat, hat den Zuschlag für einen Auftrag im Wert von 300 Millionen Euro für eine Solar-Orbiter-Mission der europäischen Weltraumagentur Esa erhalten. Astrium ist Hauptauftragnehmer für das auf sieben Jahre angelegte Programm.

Der Start sei für das Jahr 2017 vorgesehen, teilte das Unternehmen mit.

Der Solar Orbiter soll die Wirkung der Sonne auf das Sonnensystem untersuchen. Dazu werde das Raumfahrzeug Partikel, Felder und Wellen des Plasmas messen und Beobachtungen an der Oberfläche und verschiedenen Schichten der Sonne vornehmen.

Der Solar Orbiter soll sich der Sonne bis auf 42 Millionen Kilometer nähern. Der Abstand zwischen Erde und Sonne beträgt etwa 150 Millionen Kilometer. Die Umlaufbahn des Orbiters werde die Ekliptikebene verlassen, heißt es. Von dort aus sollen Langzeitbeobachtungen von ein und derselben Region der Sonnenoberfläche durchgeführt werden, und der Orbiter hat Sicht auf die Polarregionen der Sonne. „Dies wird einer der dichtesten Vorbeiflüge eines Raumfahrzeugs an der Sonne sein“, sagte ein Astrium-Sprecher. Eine besondere Herausforderungen sei es, die Geräte so zu bauen, dass sie das intensive Sonnenlicht aushalten, das 13-Mal stärker auf den Orbiter einwirken werde als auf Satelliten, die um die Erde kreisen. Der Orbiter baut laut Astrium auf erfolgreichen Missionen wie Soho und Ulysses auf, die bemerkenswerte Einblicke in die Funktion unserer Sonne geliefert haben. Wie bei diesen Missionen, arbeitet auch beim Solar Orbiter die Esa mit der US-amerikanischen Weltraumbehörde Nasa zusammen. Die Trägerrakete wird von den Amerikanern bereitgestellt. Ein Sensor und ein Instrument kommen ebenfalls aus den USA.

Soho wurde von Astrium für die Esa entwickelt und im Dezember 1995 ins All gestartet. Von ihrer Umlaufbahn in 1,5 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde aus liefert die Raumsonde seit 17 Jahren mit zwölf verschiedenen Instrumenten neue Informationen über das Innere und die Oberfläche der Sonne sowie den Sonnenwind.

Ulysses war 18,5 Jahre in einer Umlaufbahn weit über den Polen der Sonne in Betrieb. Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehörten Messungen des Sonnenwinds an den Polarregionen der Sonne. · lni/je

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